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Kultur „The Happy Prince“ – Oscar Wilde im Exil
Nachrichten Kultur „The Happy Prince“ – Oscar Wilde im Exil
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18:02 23.05.2018
Ein Liebling der Musen: Oscar Wilde (Rupert Everett) zerbricht an der homophoben Gesellschaft. Quelle: Foto: Concorde
Hannover

Es ist wohl die Rolle seines Lebens: Oscar Wilde, dem der britische Starschauspieler Rupert Everett nun mit „The Happy Prince“ ein spätes filmisches Denkmal gesetzt hat. Vor gut zehn Jahren begann er das Drehbuch dafür zu schreiben und übernahm am Ende nicht nur die Hauptrolle sondern auch die Regie.

Eine Liebeserklärung an Oscar Wilde

Herausgekommen ist eine einzige Liebeserklärung an den irischen Dichter, aber keine die ihn verherrlicht oder idealisiert, sondern ihn als gebrochenen kranken Mann im selbst gewählten Pariser Exil zeigt.

Zuvor hat er wegen homosexueller Unzucht in einem englischen Zuchthaus gesessen, die Anklage „verdankte“ er dem Vater seines früheren Liebhabers, des Lord Alfred Douglas „Bosie“ (Colin Morgan).

Die Zwangsarbeit hat die Gesundheit des Dichters ruiniert

Das Gefängnis und die damit einhergehende Zwangsarbeit hat die Gesundheit des einst gefeierten Dichters ruiniert genau wie seine gesellschaftliche Stellung. Und mit Hilfe seiner Freunde Robbie Ross (Edwin Thomas) und Reggie Turner (Colin Firth), die ihn finanziell wie emotional unterstützen, hat er jetzt Zuflucht in Frankreich gefunden.

Dort nimmt er gegen ihren Rat auch wieder Kontakt zu Bosie auf, eine Begegnung, die recht hoffnungslos verläuft. Und Gesellschaft leisten ihm nun vor allem ein Strichjunge und dessen kleiner Bruder, denen er das Märchen vom glücklichen Prinzen erzählt, wie einst seinen beiden Söhnen.

Beeindruckend: Rupert Everetts schauspielerische Kraft

Der Film selbst, der mit zahlreichen Rückblenden und halluzinatorischen Szenen arbeitet, zeichnet die letzten drei Jahre seines Lebens nach bis zu Wildes Tod im Jahr 1900 – eine Zeit voller Alkoholexzesse, Armut und Verbitterung.

Beeindruckend ist neben dieser beängstigenden Tristesse besonders die schauspielerische Kraft und überbordende Leidenschaft, mit denen Everett diese Figur spielt. Eine ganz große Leistung, die auch die bisweilen eher konventionell biedere Inszenierung vergessen lässt.

Von Ernst Corinth / RND

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