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Kultur „Landrauschen“ – Große Träume, enges Leben
Nachrichten Kultur „Landrauschen“ – Große Träume, enges Leben
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06:01 19.07.2018
Zurück in der Provinz: Toni (Kathrin Wolf, l.) und ihre beste Freundin Rosa (Nadine Sauter). Quelle: Foto: Arsenal
Hannover

Er war der große Gewinner des diesjährigen Max-Ophüls-Festivals: „Landrauschen“, ein Film, der noch recht jungen Regisseurin Lisa Miller. Die Mischung aus Drama, Komödie und Satire gewann nicht nur den Hauptpreis, sondern auch den für das beste Drehbuch und den der ökumenischen Jury.

Ein kleines Filmwunder hat es ins Kino geschafft

Und das obwohl das gesamte Team des Films bis hin zur Technik umsonst gearbeitet hatte, er größtenteils mit Laien gedreht und das für die Produktion nötige Geld unter anderem durch Crowdfunding im Internet gesammelt wurde. Nun hat es dieses kleine Filmwunder auch ins Kino geschafft, was für eine deutsche Nachwuchsproduktion alles andere als selbstverständlich ist.

„Landrauschen“ erzählt von der jungen Toni (Kathrin Wolf), die nach Jahren zurückkehrt in ihr Heimatdorf bei Neu-Ulm. In Berlin hat sie trotz erfolgreich absolvierten Studiums und allerlei Praktika für sich keine Zukunft mehr gesehen. Statt der erhofften Redakteursstelle bietet man ihr allerdings nur ein weiteres Praktikum im Lokalteil ihrer Heimatzeitung an.

Ziemlich frustriert tritt sie diesen Job an. Anfangs hat sie zudem große Anpassungsprobleme an dasLeben in der Provinz und im Haus ihrer kleinbürgerlichen Eltern. Auch bei der Zeitung läuft es nicht rund, sie ist einfach überqualifiziert für die Stelle. Und der einzige Lichtblick ist ihre neue alte Freundin Rosa (Nadine Sauer), die es als Lesbe auch nicht leicht hat in der nicht gerade der Toleranz verpflichteten Provinz.

Erstaunlich leichter Heimatfilm

Aber das ist nicht das einzige Thema, das der Film anspricht. Gezeigt wird auch der heftige Gegensatz zwischen großstädtischer und ländlicher Lebensphilosophie. Auch afrikanische Flüchtlinge tauchen auf. Und natürlich geht’s um die Sinnsuche und schwierige Identitätsfindung einer jungen Frau.

Viel, ja vielleicht sogar ein bisschen zu viel Stoff für einen einzigen Film, der dennoch stets äußerst sympathisch rüberkommt. Dabei gelingt Lisa Miller ein Heimatfilm der etwas anderen Art, der erstaunlich leicht, aber nie seicht inszeniert ist. Und der wohl besonders vielen jüngeren Zuschauern richtig aus dem Herzen sprechen wird.

Von Ernst Corinth / RND

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