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Kultur Stimme Ägyptens – „Suche nach Oum Kulthum“
Nachrichten Kultur Stimme Ägyptens – „Suche nach Oum Kulthum“
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16:01 05.06.2018
Singt für Nasser: Oum Kulthum (Najia Skalli). Quelle: Foto: NFP
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Hannover

Die ägyptische Sängerin Oum Kulthum ist in der arabischen Welt eine Berühmtheit. Rund 80 Millionen Schallplatten hat sie verkauft. Der ägyptische Präsident Nasser nannte sie die vierte Pyramide seines Landes. Bei ihrer Beerdigung 1975 sollen in Kairo fast vier Millionen Menschen auf der Straße gewesen sein.

Das Scheitern als Thema eines Spielfilms

Über diese zur Legende gewordene Sängerin wollte die iranisch-amerikanische Regisseurin Shirin Neshat schon lange eine Filmbiografie drehen, scheiterte aber aus verschiedenen Gründen. Nun hat sie ihr Scheitern zum Thema ihres Spielfilms „Auf der Suche nach Oum Kulthum“ gemacht.

Das Werk kommt recht sperrig daher, weil vieles nur behauptet, aber nicht gezeigt wird. Neshats Alter ego ist die Regisseurin Mitra (die deutsch-iranische Schauspielerin Neda Rahmanian), die ihre Heimat Iran verlassen hat, um in Ägypten über die Sängerin einen Film zu drehen.

Die ägyptische Frauenbewegung wurde blutig unterdrückt

Dabei muss sie erkennen, wie schwer es für Oum Kulthum (Najia Skalli) gewesen sein muss, sich in einer von Männern dominierten Kultur zu behaupten. Damals galt es als unschicklich für eine Frau, vor Männern zu singen – woraufhin Kulthum in Männerkleidern auftrat. Eine sich entwickelnde Frauenbewegung wurde blutig unterdrückt.

Dennoch konnte sich Kulthum durchsetzen, entwickelte sich aber von der verehrten Volkssängerin zum Liebling der Herrschenden – worunter sie selbst litt. All das zeigt dieser Film mit viel musikalischer Power. Gleichzeitig beschreibt die Regisseurin die Schwierigkeiten, mit denen auch Mitra in einer Macho-Welt zu kämpfen hat. Die Vergangenheit spiegelt sich in ihrer Gegenwart.

Von Ernst Corinth / RND

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