Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Kultur Angestrengt poetisch – „Wer hat die Liebe erfunden?“
Nachrichten Kultur Angestrengt poetisch – „Wer hat die Liebe erfunden?“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:02 03.05.2018
Knattern ins zweite Glück: Paul (Karl Kranzkowski, l.), Charlotte (Corinna Harfouch). Quelle: Alamode
Anzeige
Hannover

Die Bilanz, die die 60jährige Charlotte (Corinna Harfouch) zieht, ist frustrierend. Nach fast 38 Jahren besteht ihre Ehe mit Paul (Karl Kranzkowski) nur noch aus Routine und Missverständnissen. Auch ihr Verhältnis zu ihrer chaotischen Tochter Alex (Meret Becker) ist gestört. Und so nutzt Charlotte einen Ausflug zu der Geburtstagsparty ihrer Enkelin Jo (Annalee Ranft), um sich abzusetzen.

Seltsames Familientreffen im gästelosen Hotel

Kurzerhand lässt sie auf der Rückfahrt ihren Mann auf einer Raststätte zurück. Und fährt mit Jo, die sich ihr heimlich angeschlossen hat, auf eine einsame Insel. Mithilfe der Truckerin Marion (Sabine Timoteo) reisen jedoch Paul und Alex den beiden hinterher. Und alle vier treffen schließlich in der heruntergekommenen Pension Hörster wieder aufeinander, wo der sich für Gott haltende Wirt (Bruno Cathomas) über hunderte Schlüssel zu Zimmern ohne Gäste wacht.

Das ist in wenigen Worten die Geschichte des Roadmovies „Wer hat eigentlich die Liebe erfunden?“, dem Kinospielfilmdebüt von Kerstin Polte.

Vorzügliche Schauspieler in einem bemüht wirkenden Film

Dabei verwendet die Regisseurin die genreüblichen Versatzstücke. So wird beispielsweise die Reise für die Protagonisten zum Selbstfindungsprozess, bei dem sie unterwegs mit allerlei bizarr anmutenden Hindernissen und Menschen konfrontiert werden. Und durch all das erkennen sie dann ihre wahren Bedürfnisse, um es am Schluss frisch gestärkt noch einmal miteinander zu versuchen.

So weit, so gut. Doch leider wirkt arg vieles in diesem Film, dem die Leichtigkeit amerikanischer Vorbilder völlig fehlt, viel zu bemüht und viel zu angestrengt poetisch. Selbst die vorzüglichen Schauspieler können diesem kleinen Film leider kein Leben einhauchen.

Von Ernst Corinth / RND

1976 hielt die Welt den Atem an. Deutsche und palästinensische Terroristen entführten ein Flugzeug, um Gesinnungsgenossen freizubekommen. „7 Tage in Entebbe“ (Bundesstart am 3. Mai) schildert die Ereignisse von damals als Actionthriller.

02.05.2018

Mit einem siebenstündigen „Faust“ von Frank Castorf wird am Freitag das Theatertreffen 2018 eröffnet. Das Festival lädt jedes Jahr im Mai die zehn bemerkenswertesten Inszenierungen nach Berlin ein. Zum zweiten Mal wählte die Jury eine Inszenierung von Ulrich Rasche aus.

02.05.2018

Hommage an die Literatur: „Der Buchladen der Florence Green“ (Kinostart: 10. Mai) regt an zum Schmökern.

02.05.2018
Anzeige