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Kultur „Im Zweifel glücklich“ – Reise zur Selbsterkenntnis
Nachrichten Kultur „Im Zweifel glücklich“ – Reise zur Selbsterkenntnis
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06:01 29.03.2018
Viel erreicht, im Vergleich aber trotzdem ein Verlierer: Brad Sloan (Ben Stiller, links) macht sich auf der Reise mit seinem Sohn Troy (Austin Abrams) das Leben selbst schwer. Quelle: Foto: Weltkino
Hannover

Praktisch über Nacht steckt Brad mitten in einer Lebenskrise. Dabei führt der 50jährige Leiter einer Non-Profit-Organisation eigentlich ein richtig gutes Leben. Er hat eine Frau (Jenna Fischer), die wie er im sozialen Bereich tätig ist. Einen Sohn (Austin Abrams), der sich gerade auf sein Studium vorbereitet. Und ein nettes Häuschen im verschlafenen, aber friedlichen Sacramento.

Die anderen Leben erscheinen viel erfüllter

Dennoch hat es ihn nun voll erwischt. Anlass ist eine Reise mit seinem Sohn an die Ostküste, wo sich die beiden Colleges anschauen wollen. Dieser Trip, der die beiden auch an Brads ehemalige Hochschule führt, weckt bei ihm Erinnerungen an seine eigene Studienzeit. Vor allem an ehemalige Studienfreunde, die es wirklich weit gebracht haben – glaubt zumindest Brad. Und obwohl er seine ehemaligen Freunde jahrelang nicht getroffen hat, deren Leben nur aus zahllosen Medienberichten kennt, beginnt er, sich mit ihnen zu vergleichen.

Das Resultat seiner Grübeleien ist ernüchternd. Im Vergleich zu seinen Freunden sieht sich Brad als hoffnungslosen Loser. Und nun muss er auch noch einen von ihnen treffen, damit dieser für seinen Sohn ein Vorstellungsgespräch in Harvard organisiert. Eine Universität, auf der Brad selbst gern studiert hätte. Und dass sein Sohn nun womöglich diese einmalige Chance bekommt, auch das macht ihn ein wenig neidisch.

Ben Stillers innerer Monolog wird niemals langweilig

Dabei spielt sich in „Im Zweifel glücklich“ vieles nur in Brads Kopf, in seiner Phantasie ab. Große Teile des Films bestehen nämlich nicht aus Dialogen, sondern aus einem schier endlosen inneren Monolog Brads. Und die Krise, die er dabei schmerzhaft durchlebt, lässt sich jedoch an seinem jeweiligen Gesichtsausdruck erstaunlich gut ablesen. Dass dies für den Zuschauer nicht langweilig wird, verdankt sich vor allem Stillers überzeugender darstellerischer Leistung.

Von Ernst Corinth / RND

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