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Kultur Die Schlümpfe werden 60: So viel kostet das teuerste Sammlerstück
Nachrichten Kultur Die Schlümpfe werden 60: So viel kostet das teuerste Sammlerstück
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16:39 23.10.2018
Die Schlümpfe feiern ihren 60. Geburtstag. Aber eigentlich sind sie schon über hundert Jahre alt. Quelle: IMPS/dpa
Schlumpfhausen

Sie sind klein und blau und tragen weiße Zipfelmützen. Besonders Kinder lieben sie seit Generationen. Die Schlümpfe feiern ihren 60. Geburtstag. Zum ersten Mal tauchten die fröhlichen Kerlchen am 23. Oktober 1958 auf, zunächst als Nebenfiguren im belgischen Comic „Johan et Pirlouit“ (Johann und Pfiffikus). Dann widmete ihr belgischer Erfinder Pierre Culliford alias Peyo ihnen eine eigene Reihe für ihre Streiche und verrückten Abenteuer. Heute kennt sie fast jedes Kind – und das nicht nur in Europa.

Ein Meilenstein beim Siegeszug um die Welt war 1975 der Film „Die Schlümpfe und die Zauberflöte“. In den 80er Jahren folgte eine TV-Serie mit 270 Episoden, die mehrere Emmy-Auszeichnungen erhielt. Die kleinen Kobolde lösten mit Baby Schlumpf oder Papa Schlumpf damals eine Schlumpf-Manie aus . Doch sind Schlümpfe einfach blaue Menschen oder zipfelmützentragende Tiere? Wir beantworten zehn Fragen rund um die Schlümpfe.

Was sind die Schlümpfe für Wesen?

Max Murmel kennt sich bei den Schlümpfen gut aus, denn er übersetzt seit 2011 die Schlümpfe. Im Gespräch mit der Bild erklärt er, dass die Schlümpfe Fabelwesen sind – also weder Tier noch Mensch.

Wer war mit Schlumpfine zusammen?

Eine einzige Frau in einem Dorf voller Männer. Schlumpfine wurde ursprünglich von Gargamel, dem Erzfeind der Schlümpfe, ins Dorf geschleust. Eigentlich wollte er damit die Männerhorde aus dem Konzept bringen. Doch die Schlümpfe akzeptieren den neuen Gast als eine von ihnen. Ganz eindeutig, so erklärt Max Murmel, war nie ein Schlumpf mit Schlumpfine zusammen. Schlümpfe seien asexuelle Wesen. Die Kinder bringt übrigens ein Stroch.

Warum haben die Schlümpfe nur vier Finger?

Die Schlümpfe haben vier Finger – und keine fünf. Damit wollte Zeichner Peyo deutlich machen, dass Schlümpfe keine Menschen sind. Simpsons-Schöpfer Matt Groening hat sich diesen Trick übrigens abgeschaut.

Was essen die Schlümpfe?

Schlümpfe sind Vegetarier und essen Schlumpfbeeren. In der echten Welt gibt es eine ähnliche Pflanze – sie heißt Stechwinde und trägt in der Regel rote Beeren.

Schlumpf-Erfinder Pierre Culliford beim Zeichnen. Quelle: dpa

Wie alt ist Papa Schlumpf?

Schlumpf-Erfinder Peyo hat Papa Schlumpf mit dem stattlichen Alter von 542 Jahren ausgestattet. Er ist das Oberhaupt des Dorfes und nicht etwa der Vater der Schlümpfe. Die anderen Schlümpfe sind etwa 100 Jahre alt.

Ist der Schlumpf-Comic antisemitisch?

2011 brachte der französische Soziologe Antoine Buéno ein Buch heraus, in dem er die These aufstellte, dass die Schlümpfe erstens in einem sozialistischen Regime leben und der Comic zweitens rassistisch und antisemitisch ist. Die Schlümpfe hätten, so Buéons Argumentation, keinen Begriff von Eigentum und würden alles miteinander teilen. Antisemitisch sei der Comic, weil der Erzfeind der Schlümpfe, Gargamel wie nach einer antisemitischen Karikatur gezeichnet ist. Der Sohn Peyos, Thierry Culliford, wies die Anschuldigungen als grotesk zurück.

Wie viel Wert sind die Schlumpf-Figuren in den Ü-Eiern?

Die Schlümpfe tauchten in den 80er und 90er Jahren nicht nur in Filmen und Zeichentrickserien auf, sie wurden begehrte Sammelfiguren aus den Überraschungseiern. Einige dieser Figuren sind heute viel Wert, wie Ebay auf seiner Seite berichtet. So soll der Nachtwächter-Schlumpf, wenn er aus der richtigen Edition stammt, heute 12.000 Euro wert sein. Mittlerweile sind die Schlümpfe ein Produkt mit großem Merchandise. Die Schlümpfe sind nach Angaben der Erben weltweit ein Verkaufsschlager mit Einzelhandelsumsätzen von jährlich etwa einer Milliarde Euro geworden.

Neues von den Schlümpfen

Thierry Culliford verrät: Eine neue Fernsehserie soll 2021 veröffentlicht werden. Diesmal am Computer in 3D animiert wie bereits der Film „Die Schlümpfe - Das verlorene Dorf“ von 2017. In Deutschland soll die Neuauflage dann beim KiKa zu sehen sein.

Auch heute noch werden die Comics wie früher zuerst auf Papier gezeichnet. Erst später verfeinern die Zeichner die Figuren dann am Computer. Sie arbeiten in einem kleinen Büro südlich von Brüssel und versuchen dabei, Peyos Original so nahe wie möglich zu kommen.

Mit dieser Leidenschaft ist eine eigene Schlumpf-Welt entstanden mit ungefähr 100 verschiedenen Charakteren. Ihrem Vater, sagt Véronique Culliford, habe der Überraschungsschlumpf am besten gefallen. Er verteilt explodierende Geschenkpakete an seine Mitschlümpfe. Die Tochter des Erfinders bevorzugt die ursprünglich einzige Frau in der Schlumpfbesetzung, Schlumpfine.

Dass sich die Zeiten wandeln, zeigt sich auch bei den Fans. Während die Großeltern der heute jüngsten Schlumpf-Fans noch Comics lasen und hin und wieder ins Kino gingen, sind die Schlümpfe mittlerweile von überall und jederzeit erreichbar: Auf Facebook haben die Schlümpfe fast 14 Millionen Fans, es gibt über 40 YouTube-Channels mit Videos der blauen Kerlchen. Und Lizenzprodukte gibt es sogar zum Essen. Nach Angaben von Cullifords Firma wird jede Minute irgendwo auf der Welt ein Schlumpf-Fruchtgummi verspeist.

Von RND/dpa/goe

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