Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Kultur Worte, die Eindruck machen sollen: Kennen Sie diese Begriffe?
Nachrichten Kultur Worte, die Eindruck machen sollen: Kennen Sie diese Begriffe?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:45 12.01.2019
Hätten Sie es gewusst? Testen Sie Ihr Wissen im Quiz. Quelle: unsplash
Hannover

 Sprache ist nicht nur zur Verständigung da. Worte dienen nicht nur dem Ausdruck von Gedanken, sie sollen auch Eindruck machen. In manchen Bereichen, wie etwa den Geisteswissenschaften; kommt es besonders darauf an, mit Worten zu glänzen. Hier ist es bei vielen Texten so: Um sie zu verstehen, muss man bereits einiges wissen.

Wendungen wie „den Rubikon überschreiten“, „Tantalusqualen erleiden“ oder „die Gretchenfrage stellen“ kann nur entschlüsseln, wer bereits Vorwissen hat. Man muss dafür allerdings keine vertieften Kenntnisse von Goethes „Faust“, der griechischen Mythologie oder der römischen Geschichte mitbringen – zuweilen reicht auch schon ein Blick ins Lexikon. Oder in das Buch „Der Bildungswortschatz“, das der Sprachwissenschaftler Gerhard Augst jetzt im Hildesheimer Olms Verlag herausgegeben hat.

Quiz: Testen Sie Ihr Wissen:


Mit seinem Lexikon (er erklärt etwa 2000 Wörter und Wendungen) versucht er vor allem Studenten eine Hilfestellung zu geben. Die haben sich bei ihm in der Sprechstunde beklagt, dass die Lehrenden nicht nur die Fachsprache ihres jeweiligen Gebiets voraussetzen, sondern auch Kenntnisse des gymnasial oder wissenschaftlich geprägten Bildungswortschatzes fordern, zu dem auch Zitate und feststehende Wendungen gehören.

Gerhard Augst Quelle: Privat

„Der Bildungswortschatz“ präsentiert vor allem Worte und Wendungen, die zur klassischen Gymnasialbildung gehörten. Um modische Wendungen etwa aus der Genderforschung oder den Bereichen Wirtschaft und Technologie kümmert sich der Autor kaum. Der Vorteil ist die universale Einsetzbarkeit: „Der Bildungswortschatz“ liefert Worte und Wendungen, mit denen man in allen möglichen Disziplinen gewissermaßen mit abgespreiztem kleinen Finger sprechen kann.

Einige Textbeispiele (auch aus Feuilletons) zeigen, wie verbreitet die Bildungshuberei mit Worten heute noch ist. Mit einer Liste wichtiger Vor- und Nachsilben (Präfixe und Suffixe) sowie einigen Beispielen häufig genutzter Wortstämme liefert der Autor schließlich einen Baukasten, mit dem der Leser selber schöne Bildungswörter konstruieren kann.

Gerhard Augst: „Der Bildungswortschatz“. Olms Verlag, 220 Seiten, 19,80 Euro.

Von Ronald Meyer-Arlt

Als Reporter war Takis Würger für den „Spiegel“ in den Krisengebieten der Welt unterwegs. Als Schriftsteller landete er mit seinem Debütroman „Der Club“ einen Bestseller. Mit der Geschichte der Berliner Jüdin Stella Goldschlag will er das nun wiederholen. Hannah Suppa sprach mit ihm über Schuld und den Druck des Erfolgs.

11.01.2019

Schauspieler Christoph Waltz spricht im Interview mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland über seinen Film „Alita“ und die Kunst, mit der digitalen Welt im Einklang zu leben.

14.01.2019

Der renommierte Opernsänger Theo Adam ist tot. Er starb am Donnerstag im Alter von 92 Jahren in einem Dresdner Pflegeheim. Das bestätigte seine Familie gegenüber den Dresdner Neuesten Nachrichten.

11.01.2019