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Kultur Brauen auf der Sonnenseite: “Heaven & Ale“ im Spieletest
Nachrichten Kultur Brauen auf der Sonnenseite: “Heaven & Ale“ im Spieletest
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17:31 14.09.2018
Ein hochemotionales Spiel, bei dem einem ständig das Geld fehlt: “Heaven & Ale“. Quelle: Handout
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Leipzig

Wer Bier möchte, braucht Hopfen, Gerste, Hefe, Wasser und – für die Fässer – Holz, dazu vernünftiges Personal und den Überblick. Auf den konzentriert sich “Heaven & Ale“, ein Kennerspiel, bei dem man vor lauter Denkvergnügen leicht vergisst, worum es dem Hintergrund nach eigentlich geht: um das Brauwesen in mittelalterlichen Klöstern.

Jeder Spieler bekommt einen eigenen Klostergarten. Dieses Tableau zeigt ein Sechseckraster mit Sonnen- und Schattenseite und Bauplätzen für Scheunen, dazu Skalen rechts, links und oben. Die Gärten werden bestückt mit Plättchen, die Rohstoffe generieren, und Mönchsplättchen, die diese ernten. Beides gibt es auf dem zentralen Spielplan, den die Spieler mit ihren Figuren durchlaufen – je nach Teilnehmerzahl drei-, vier- oder sechsmal bis Spielende.

Fassfelder und Rohstoffplättchen

Jeder Mitspieler bewegt seine Figur, so weit er mag, und führt die Aktion aus, die auf dem neuen Platz gefragt ist. Normalerweise kauft er ein Plättchen. Das kostet den aufgedruckten Wert, wenn man es auf die Schattenseite seines Plans legt, doppelt so viel auf der Sonnenseite. Dann gibt es Wertungsfelder, auf denen Holzscheiben liegen und die man einmal pro Spiel auswertet.

Und schließlich finden sich auf dem Spielplan noch Fassfelder. In der Mitte des Spielplans liegen noch große und kleine Fässer, die zwei und vier Punkte wert sind. Sie bekommt, wer als Erstes oder Zweites bestimmte Bedingungen erfüllt hat – zum Beispiel alle Felder der Sonnenseite belegen kann.

Eine weitere Wertung löst aus, wer alle Felder rund um die Bauplätze gesichert hat und deswegen dort eine Scheune errichten darf. Von den Kosten der Rohstoffplättchen drumherum hängt ab, wie viele Plättchen der Spieler werten darf. Rohstoffe bringen auf der Schattenseite dringend benötigtes Geld, auf der Sonnenseite Bewegungsfelder.

Nominiert als “Kennerspiel des Jahres“

Es gibt insgesamt sechs Marker für die einzelnen Rohstoffe und zudem für den spielereigenen Braumeister. Von ihnen hängt die etwas knifflige Schlusswertung ab. Die Position des Braumeisters erlaubt es dabei, nach einem gewissen Schlüssel Nachzügler nach vorn zu holen, und bestimmt zudem,wie das Endergebnis errechnet wird.

“Heaven & Ale“ war – neben “Ganz schön clever“ und dem späteren Sieger “Die Quacksalber von Quedlinburg“ – als “Kennerspiel des Jahres 2018“ nominiert. Es ist der anspruchsvollste dieser drei Titel. Das liegt weniger an den Regeln; sie sind auf acht Seiten sehr schlüssig und mit vielen Beispielen erklärt.

Die beträchtlichen Synergien zu überblicken, die sich ergeben, braucht allerdings schon Erfahrung. Doch ist “Heaven & Ale“ auch ein hochemotionales Spiel, bei dem einem ständig das Geld fehlt und begehrte Plättchen weggeschnappt werden. Und darauf darf man getrost anstoßen.

“Heaven & Ale“ Quelle: Handout

Michael Kiesling und Andreas Schmidt: “Heaven & Ale“. Eggertspiele/Pegasus, für zwei bis vier Spieler ab zwölf Jahren, etwa 40 Euro.

Von Stefan Gohlisch

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