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Kultur Auf Odyssee mit dem Udonauten
Nachrichten Kultur Auf Odyssee mit dem Udonauten
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09:44 04.05.2017
Udo Lindenberg in der Kieler Sparkassen Arena Quelle: RND/Manuel Weber
Kiel

So sieht es aus, wenn einer wie Udo Lindenberg „sein Ding“ macht: Eine hallengerechte Lightshow, eine breite Videowand, aber das Wichtigste sind die Menschen. Die alten Recken des Panikorchesters, die großartigen Sängerinnen und Sänger, Tänzerinnen, Artisten, die „Kids On Stage“ und inmitten bunter Gestalten der Oberlindianer als Dompteur im Rock`n Roll Zirkus. Oder als Käpt’n auf dem Rock-Dampfer, der mit seinen Lausch-Matrosen im Publikum auf „Odyssee“ geht, um im Bild zu bleiben.

Das Programm

Wie schon 2016 beim Auftakt der Hallentour gibt es Neue Songs und Klassiker bunt gemischt und meist von starken Stimmen begleitet. Nach rockigem Beginn mit „Odyssee“, „Einer muss den Job ja machen“ und „Mein Ding“ schwebt zu „Cello“ in der Neufassung ein leuchtender Cello-Rahmen herein, in dem wiederum eine Akrobatin (Emily England) in einem Reifen turnt. Sie gleitet zu Boden und Udo hat sie doch noch gekriegt, seine wehmütig besungene Cellistin. Zwischen den Rocksongs und Balladen bezieht Lindenberg Stellung gegen Hunger, Krieg und rechtes Gedankengut. In einem Medley kommen „Johnny Controletti“ und der „Sonderzug nach Pankow“ zu Ehren – und es ist auch noch immer alles klar auf der „Andrea Doria“. Dann heißt es „Goodbye Sailor“, und von Nebel und Feuer begleitet entschwebt die Deutschrocklegende.

Das Publikum

Es dauert ein bisschen, bis die überwiegend gereiften 13.000 Fans so richtig in Schwung kommen. Doch keine Panik, zum einen gibt es viel zu sehen, zum anderen wird die Stimmung Song um Song gelöster und bei „Honky Tonky Show“ erhebt man sich auch von den Sitzplätzen, um später Arme schwenkend in nostalgischen Gedanken um die „Reeperbahn“ zu schwelgen.

Was in Erinnerung bleibt

Udo Lindenberg hat starke Songs im Programm, bewegend introspektive Balladen, unprätentiöse Liebeslieder und knackige Rocksongs. Die Mitglieder der „Panik-Familie“ werden mit Küsschen verabschiedet, das Team wird gepriesen, in dem niemand mitläuft, sondern seine Persönlichkeit entfalten kann.

Fazit

Mehr als 40 Jahre Deutschrockgeschichte verpackt in einer Show, die laute und leise Momente hat und in der man sich gut aufgehoben fühlt. Die gut zweieinhalb Stunden sind schnell vergangen, es scheint also was dran zu sein an „Stärker als die Zeit“.

Von RND/Kai-Peter Boysen

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