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Der Norden Tödliche Messerattacke auf schwangere Freundin gestanden
Nachrichten Der Norden Tödliche Messerattacke auf schwangere Freundin gestanden
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16:16 14.05.2018
Mit 14 Messerstichen soll der Mann in Wolfsburg seine 39 Jahre alte Lebensgefährtin getötet haben. Quelle: dpa
Braunschweig

 Ein 38-Jähriger hat am Montag beim Prozessauftakt in Braunschweig eine tödliche Messerattacke gegen seine schwangere Freundin am Tag vor Heiligabend gestanden. „Ich bin sehr erschrocken darüber, dass ich der Anna so zahlreiche Stiche in den Oberkörper zugefügt habe“, ließ der Angeklagte seinen Verteidiger vor dem Landgericht erklären. Er könne sich an die Tat in der gemeinsamen Wolfsburger Wohnung aber nicht erinnern, weil er zu viel getrunken habe. Er fühle sich dafür verantwortlich, dass drei Kinder ihre Mutter verloren haben. Deshalb habe er kurz nach der Tat versucht, sich das Leben zu nehmen, hieß es in der Erklärung.

Betrunkene Messerattacke

Laut Anklage stach der Beschuldigte betrunken 14 Mal auf den Brustkorb seiner 39-jährigen Partnerin ein und traf dabei mehrere Organe. Als eines der Kinder die Mutter beschützen wollte, soll der Angeklagte es ebenfalls mit dem Messer bedroht haben. Der Beschuldigte räumte in der Verhandlung ein langjähriges Alkoholproblem ein. Das sei auch Anlass für einen Streit am Vorabend der Tat gewesen. Für den Tattag selbst habe er aber große Erinnerungslücken und will erst später im Gefängnis vom Tod seiner Partnerin erfahren haben.

Am ersten Verhandlungstag stand die schwierige Beziehung der beiden Polen, die sich schon aus gemeinsamen Kindertagen in der Heimat kannten, im Mittelpunkt. Im Anzug gekleidet beantwortete der Angeklagte alle Fragen des Gerichts bereitwillig. Er habe sich unter anderem sehr darüber geärgert, dass er als einer der letzten von der Schwangerschaft seiner Partnerin erfuhr, deren drei Kinder aus einer früheren Beziehung stammen. Über Weihnachten war ein Besuch in Polen geplant.

Verurteilung wegen Totschlags?

Der Beschuldigte gab an, dass er sich nach dem Streit am Vorabend erst wieder daran erinnere, am nächsten Tag im Flur über seine Partnerin gebeugt gewesen zu sein. Messer oder Blut habe er nicht wahrgenommen. Auch wie die Verletzungen am eigenen Körper zustande kamen, konnte er nicht erklären. Polizisten hatten ihn in der Mietwohnung gefunden und in ein Krankenhaus bringen lassen, wo er notoperiert wurde.

Die Anhörung von Zeugen und die Aussage eines psychiatrischen Gutachters sollen nun Aufschluss über die Tat bringen. Zum Auftakt berichtete eine Polizistin unter Tränen von dem Einsatz in der Wohnung. Bei einer Verurteilungen wegen Totschlags drohen dem Beschuldigten zwischen 5 bis 15 Jahren Haft. Ein Urteil wird für Ende Mai erwartet.

Von Christian Brahmann

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