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Der Norden Wölfe töten in Niedersachsen seit 2015 über 950 Nutztiere
Nachrichten Der Norden Wölfe töten in Niedersachsen seit 2015 über 950 Nutztiere
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11:13 06.11.2018
Reichen Zäune und andere Abwehrmaßnahmen als Herdenschutz gegen Wölfe aus? Quelle: epd
Norddeutschland

Wölfe haben in Niedersachsen seit 2015 bei 374 Übergriffen 959 Nutztiere getötet. Allein 2017 ist es zu 159 Attacken mit 403 tierischen Opfern gekommen.

In diesem Jahr gab es bislang 83 amtlich bestätigte Wolfsangriffe in Niedersachsen. 212 Tiere, überwiegend Schafe, wurden dabei getötet. Für Präventionsmaßnahmen und Ausgleichszahlungen gaben die Länder seit 2015 zusammen 1,7 Millionen Euro aus. Laut Statistiken sind dem Wolf seither etwa 1300 Nutztiere in Norddeutschland zum Opfer gefallen.

Olaf Lies: „Abwarten ist der falsche Weg“

Der niedersächsische Umweltminister Olaf Lies (SPD) rief seine Kollegen auf, einen einheitlichen Umgang mit dem Wolf zu finden. „Auch die noch nicht betroffenen Länder und auch der Bund müssen begreifen, dass Abwarten der falsche Weg ist“, erklärte er vor Beginn der Umweltministerkonferenz in Bremen in dieser Woche. Wo Zäune nicht genügten, um die Raubtiere abzuhalten, müsse auch ein Abschuss möglich sein, sagte Lies der Zeitung.

Bauernverbandspräsident Joachim Rukwied forderte ein „aktives Wolfsmanagement“. „Der Herdenschutz stößt zunehmend an seine Grenzen“, sagte er der Zeitung. „Es ist dringend an der Zeit, die Zahl der Wölfe zu begrenzen.“ Schweden und Frankreich machten vor, dass das trotz des strengen Schutzstatus des Raubtieres im EU-Naturschutzrecht möglich sei. Deutschland dürfe nicht „in einer falschen Wolfsromantik verharren“.

Von epd

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