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Der Norden Polizei rollt Fall Katrin Konert wieder auf
Nachrichten Der Norden Polizei rollt Fall Katrin Konert wieder auf
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11:51 26.10.2018
2001 hatte die Polizei lange und intensiv nach der verschwundenen Katrin Konert gesucht. Nun soll der Fall wieder aufgenommen werden. Quelle: Hans-Jürgen Wege/dpa
Bergen

Mit einer neuen Ermittlungsgruppe und Unterstützung von Profilern will die Polizei den Fall der 2001 verschwundenen Katrin Konert aufklären. Die Schülerin aus dem Wendland verschwand am Neujahrsabend vor fast 18 Jahren. Vor einem Jahr tauchte eine mysteriöse Kreidenachricht an dem Bushaltehäuschen in Bergen/Dumme auf, wo die damals 15-Jährige zuletzt gesehen worden war. „Wir wollen den Fall nochmals komplett aufrollen. Dabei prüfen wir auch Hypothesen, die möglicherweise bislang nicht oder nur wenig betrachtet wurden“, sagte Annegret Dau-Rödel, neue Leiterin der Ermittlungsgruppe „Konert“ am Freitag in Lüchow.

Die Polizei geht weiter von einem Verbrechen aus. Bereits 2003 war ein Bekannter der Schülerin wegen Verdachts des Totschlags vernommen worden, ihm konnte eine Verwicklung in den Fall jedoch damals nicht nachgewiesen werden. Neben einer dauerhaften Präsenz in den nächsten Wochen in Bergen (Dumme) mit einer mobilen Wache wollen die Ermittler auch das anonyme Hinweisgebersystem „BKMS“ einsetzen. Es gewährleiste absolute Vertraulichkeit und Diskretion, betonten die Fahnder.

Landeskriminalamt will ungeklärte Fälle wieder aufgreifen

Darüber hinaus sendet NDR 2 in seinem Radio- sowie Podcastformat „Täter unbekannt“ eine mehrteilige Reportage über den Fall Katrin Konert. Diese wird ab Dienstag (30. Oktober) wöchentlich gesendet.

Das Landeskriminalamt Niedersachsen hat kürzlich nach dem Vorbild anderer Bundesländer ein Konzept erstellt, um ungeklärte Tötungsdelikte beziehungsweise Vermisstenfälle wieder aufzugreifen. Nach Angaben des Innenministeriums in Hannover wurden dafür 268 Altfälle, so genannte „Cold Cases“, erfasst.

Von lni/RND

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