Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Der Norden Osnabrück-Profis wegen Manipulation vor Gericht
Nachrichten Der Norden Osnabrück-Profis wegen Manipulation vor Gericht
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:05 23.01.2018
Zwei ehemalige und ein aktueller Fußballspieler des Drittligisten VfL Osnabrück müssen sich demnächst wegen Spielmanipulation und versuchter Erpressung vor dem Amtsgericht Osnabrück verantworten. Quelle: picture alliance / Friso Gentsch
Hannover

Zwei ehemalige und ein aktueller Fußballspieler des Drittligisten VfL Osnabrück müssen sich demnächst wegen Spielmanipulation und versuchter Erpressung vor dem Amtsgericht Osnabrück verantworten. Ein Termin für die Verhandlung steht noch nicht fest, wie das Landgericht Osnabrück am Dienstag mitteilte. Es hat die Eröffnung des Hauptverfahrens auf eine Beschwerde der Staatsanwaltschaft Osnabrück hin angeordnet. Das Amtsgericht hatte die Anklage zuvor abgelehnt.

Marc Heider, Addy Waku Menga (aktuell beim BSV Schwarz-Weiß Rheden) und Tobias Willers (Viktoria Köln) sollen laut Anklage vor dem letzten Spieltag der vergangenen Saison Spieler und Entscheidungsträger der zweiten Mannschaft des SV Werder Bremen und von Rot-Weiß Erfurt mit einem unmoralischen Angebot kontaktiert haben: Gegen Geld oder andere Leistungen wollten sich die Osnabrücker in ihrem letzten Spiel gegen den SC Paderborn besonders anstrengen. Die VfL-Spieler hätten im anderen Fall, so die Staatsanwaltschaft, in Aussicht gestellt oder zumindest den Eindruck erweckt, ohne Gegenwert keinen vollen Einsatz zu zeigen.

Konkret soll Willers seine Teamkollegen Menga und Heider aufgefordert haben, Kontakt zu Bremer Spielern aufzunehmen, da sie zuvor in Bremen unter Vertrag gestanden hatten. Davon zeugen Nachrichten im Mannschafts-Chat der Osnabrücker, die gesichert wurden. Zudem ist Willers dem DFB zufolge mit einem ähnlichen Ansinnen an einen Spieler des ebenfalls in Abstiegsgefahr schwebenden Clubs Rot-Weiß Erfurt herangetreten.

Dem Angebot lag eine besondere sportliche Konstellation zugrunde: Der VfL konnte nicht mehr aufsteigen – die anderen Vereine kämpften dagegen noch gegen den Abstieg. Hätte Osnabrück gegen Paderborn gepunktet, hätten Bremen und Erfurt profitiert. Am Ende aber konnten Heider, Menga und Willers gar nicht mehr ins Geschehen eingreifen. Alle drei Spieler saßen auf der Bank – das unsportliche Angebot war aufgeflogen. Werder Bremen hatte die Angelegenheit beim Deutschen Fußballbund (DFB) gemeldet. 

Für die Akteure hatte die Sache bereits ein sportrechtliches Nachspiel. Das DFB-Sportgericht verurteilte Marc Heider und Addy Menga im Juli 2017 wegen unsportlichen Verhaltens zu einer Sperre von vier Spielen. Außerdem musste Heider 2000 Euro und Menga 1500 Euro Geldstrafe zahlen. Tobias Willers wurde für drei Monate gesperrt und musste 4000 Euro Geldstrafe zahlen. 

Mit dem Verfahren vor dem Amtsgericht Osnabrück kommt eine relative neue Vorschrift im Strafgesetzbuch zur Anwendung. Der Paragraf 265d ahndet die „Manipulation von berufssportlichen Wettbewerben“.

Von Karl Doeleke

Mit einem Peilsender im Ranzen und einer App fürs Smartphone wollen die Entwickler den Schulweg für Kinder sicherer machen. Doch jetzt schlägt den Entwicklern eine Welle der Empörung entgegen. Die Testphase wurde vorerst auf Eis gelegt.

23.01.2018

Bereits am 12. Januar war Benjamin Adolf S. bei einem begleiteten Arztbesuch in Friesland seinen Begleiterin entwischt und geflüchtet. Der 30-Jährige sitzt wegen mehreren Einbrüchen im Maßregelvollzug. Nun fahndet die Polizei öffentlich nach dem flüchtigen Mann.

26.01.2018

Zwei Männer aus Hameln haben vier Jungen missbraucht. Sie wurden dafür vom Landgericht Hannover zu Haftstrafen verurteilt.

23.01.2018