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Verkehrsgerichtstag will weg aus Goslar

Juristentreffen Verkehrsgerichtstag will weg aus Goslar

Seit mehr als 50 Jahren treffen sich jedes Jahr Verkehrsexperten in der Harzstadt Goslar – doch jetzt spricht der Präsident des Gerichtstags über seine Abwanderungsgedanken. Offenbar ist Goslar zu klein.

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„Interessantes Angebot in Leipzig“: Der Präsident des jährlich in Goslar stattfindenden Verkehrsgerichtstags, Kay Nehm, hegt Abwanderungsgedanken.

Quelle: dpa

Goslar.  Am 24. Januar wird in Goslar zum 56.-mal der Deutsche Verkehrsgerichtstag eröffnet – zugleich könnte das Treffen auch den Abschied aus Goslar einläuten. Die Veranstalter wollten „einen Ortswechsel des Deutschen Verkehrsgerichtstages in den Blick zu nehmen“, wie Kay Nehm, der frühere Bundesanwalt und Präsident des Deutschen Verkehrsgerichtstags am Mittwoch sagte.

Heißester Kandidat für eine Nachfolge ist Nehm zufolge Leipzig. Von dort gene es „ein interessantes Angebot“. Das bestätigte ein Unternehmenssprecher der Leipziger Messe. „Es liegt dem Verkehrsgerichtstag ein Angebot vor. Wir befinden uns im Gespräch“, sagte Steffen Jantz. Der Verkehrsgerichtstag sei ein sehr attraktiver Kongress. „Wer den ausrichten darf, kann sich glücklich schätzen.“

Offenbar ist die seit 1963 in Goslar ausgetragene Veranstaltung aber zu groß für die etwa 40.000 Einwohner zählende Fachwerkstadt geworden. In diesem Jahr werden etwa 2000 Teilnehmer erwartet. Damals wollten die Organisatoren in der alten Kaiserstadt am Harzrand „den Verlockungen einer Großstadt aus dem Wege gehen und den familiären Charakter der Veranstaltung betonen“. Inzwischen ist man aber von nur „schleppenden Verbesserungen vor Ort“ genervt. Gemeint sind zu wenige Hotels und zu kleine Tagungsräume in Goslar. 

Die Stadt weiß seit Jahren, dass der Verkehrsgerichtstag unzufrieden ist und hat offenbar nicht alle Zusagen eingehalten. Etwa war in Aussicht gestellt worden, ein altes, leer stehendes Theater als Tagungsraum herzurichten. Das Odeon-Theater steht noch immer leer. „Wir suchen einen Investor“, sagt Vanessa Nöhr, die Sprecherin von Oberbürgermeister Oliver Junk (CDU). „Ich würde den Weggang des Verkehrsgerichtstages sehr bedauern“, sagte Junk der Deutschen Presse-Agentur. 

Seine Sprecherin ergänzte: „Es hat sich immens viel getan. Wird haben neue Hotels, neue Tagungsräume geschaffen und die technische Ausstattung verbessert.“ Und Nöhr erinnert an die Vorzüge der pittoresken Kleinstadt: „Goslar hat kurze Wege und bietet ein einmaliges Flair.“

Beraten wird der Vorstand während des Verkehrsgerichtstags. Eine Entscheidung über einen Wechsel des Veranstaltungsortes könne aber erst der neue Vorstand 2019 treffen, sagte Nehm. Mindestens Zwei Verkehrsgerichtstage sind Goslar also noch sicher. 

Von Karl Doeleke

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