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Der Norden Fünf Männer aus Bremen wegen Geiselnahme vor Gericht
Nachrichten Der Norden Fünf Männer aus Bremen wegen Geiselnahme vor Gericht
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17:40 12.04.2018
Fünf Männer aus Bremen stehen wegen Geiselnahme vor Gericht. Quelle: dpa/Symbolbild
Bremen

 Wegen Geiselnahme und gefährlicher Körperverletzung müssen sich seit Donnerstag fünf Männer vor der Großen Strafkammer des Bremer Landgerichtes verantworten. Sie sollen Ende April 2016 einen Mann entführt und brutal misshandelt haben, um von ihm Informationen über einen noch unaufgeklärten Raubüberfall auf eine türkische Teestube am 21. April 2016 in Bremen zu erpressen. „Wir werden Dich fertig machen. Wir töten Dich“, sagte einer der Angeklagten zu dem Opfer laut Anklageschrift. Die mutmaßlichen Täter sind zwischen 30 und 42 Jahre alt, sitzen in Untersuchungshaft und haben bis auf einen alle die türkische Staatsangehörigkeit.

Entführer und Opfer waren miteinander bekannt. Nachdem sie ihr Opfer unter einem Vorwand in ein Auto gelockt hatten, nahmen sie den Mann in die Teestube mit, wo sie ihn auf einen Stuhl fesselten, ihn mit einem Pistolengriff und einem Glasaschenbecher schlugen, der durch die Wucht des Schlages zerbrach. Sie ließen ihn laut Anklage mehrfach niederknien, hielten ihm die Pistole an Kopf, drohten ihn zu töten. Die Männer hatten ihr Opfer vom 26. bis zum 29. April 2017 in ihrer Gewalt. Das Ziel war laut Staatsanwaltschaft klar: Sie wollten von dem Mann wissen, was er über den Übergriff auf die Teestube wusste, die wenige Tage zuvor Schauplatz eines Rauüberfalls von unbekannten, maskierten und bewaffneten Männern war.

Die Angeklagten sollen ihr Opfer, den sie als „Verräter“ bezeichneten, in der Teestube und einer Parzelle misshandelt haben. Sie ließen ihn laut Staatsanwaltschaft letztlich in den frühen Morgenstunden des 29. April 2016 frei, allerdings mit der Warnung, dass er umgebracht und seine Tochter vergewaltigt würde, sollte er zur Polizei gehen. Vier Angeklagte sitzen seit dem 24. Oktober 2017 in U-Haft, einer seit dem 24. Januar dieses Jahres. Alle fünf wurden am Donnerstag in Handschellen in den Gerichtssaal geführt.

Der Prozess wurde unter massiven Sicherheitsvorkehrungen eröffnet, die der Vorsitzende Richter Thorsten Prange auch mit dem Schutz für die Angeklagten begründete. Es könne nicht mit Sicherheit gesagt werden, wer im Zuschauerraum sitze. Die im Saal anwesenden zum Schutz ihrer Identität maskierten Polizeibeamten seien auch als Vorsichtsmaßnahme gegen eine mögliche „Revanche“ gegen die Angeklagten anwesend. Für den bis Ende des Jahres terminierten Prozess sind 40 Verhandlungstage angesetzt. Auf Geiselnahme steht eine Mindeststrafe von fünf Jahren Gefängnis.

Von dpa

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