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Der Norden Wasserwerke rüsten sich für anhaltende Trockenheit
Nachrichten Der Norden Wasserwerke rüsten sich für anhaltende Trockenheit
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18:52 05.09.2018
ARCHIV - 20.08.2018, Niedersachsen, Oderbrück: Wanderer stehen an der Talsperre Oderteich im Nationalpark Harz. Niedersachsens größter Trinkwasserversorger, die Harzwasserwerke, rüsten sich angesichts weiter ausbleibender Niederschläge auf eine lang anhaltende Trockenheit. Foto: Julian Stratenschulte/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ Quelle: dpa
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Hannover

Die Dürre ist noch längst nicht vorbei –das jedenfalls befürchten die Harzwasserwerke. Niedersachsens größter Wasserversorger verweist auf die Vier-Wochen-Prognose des Deutschen Wetterdienstes und kündigte am Mittwoch an, sich entsprechend zu rüsten. „Wir stellen uns auf ein sogenanntes Doppeltrockenjahr ein“, sagte Sprecherin Marie Kleine in Hildesheim. Gemeint ist, dass sich die Trockenheit nach dem im Oktober endenden Wasserwirtschaftsjahr fortsetzt. Ein wenig Regen, wie für diese Woche noch angekündigt, werde daran nichts ändern: „Der geht eins zu eins in die Flora, in Flüssen und Talsperren kommt davon nichts an.“

Der Wasserpegel des Oderteichs ist wegen der anhaltenden Trockenheit stark gesunken. Quelle: dpa

2018 könnte das Jahr mit den geringsten Niederschlägen seit der Aufzeichnung werden, meint die Sprecherin der Harzwasserwerke. Gleichzeitig sei der Wasserbedarf in der Hitze enorm gestiegen. Im Juli und August seien jeweils fast zehn Millionen Kubikmeter abgerufen worden, je zwei Millionen Kubikmeter mehr als üblich. „Der Klimawandel ist da, und wir müssen uns darauf einstellen“, sagte Kleine. Auch der Starkregen im Sommer 2017 passe ins Bild zunehmender Extremwetterlagen.

Doppeltrockenjahr auch Thema im Umweltministerium

Die Trinkwasserversorgung ist nicht gefährdet. Das hebt das Umweltministerium in Hannover hervor. Dort werden ebenfalls Optionen für ein mögliches „Doppeltrockenjahr“ entwickelt, wie eine Sprecherin von Minister Olaf Lies (SPD) sagte: „Dafür unterstützen wir die Harzwasserwerke bei ihrem avisierten Projekt zum Wasserspeicher Harz, das zum Beispiel prüft, inwieweit die Talsperrenbewirtschaftung optimiert werden kann.“ Für die nur noch zu gut einem Drittel gefüllte Sösetalsperre hat das Land bereits verfügt, weniger Wasser abfließen zu lassen, um den derzeit besonders niedrigen Stand zumindest zu stabilisieren.

Die Harzwasserwerke sind der einzige Wasserversorger Niedersachsens, der das Trinkwasser vorwiegend aus Talsperren liefert und nicht aus tiefer liegenden Grundwasservorkommen. Ein möglicher Um- oder Ausbau der Talsperren ist aus Naturschutzgründen umstritten.

Von RND/dpa

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