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Der Norden Tod auf Malta: Akte geschlossen – trotz offener Fragen
Nachrichten Der Norden Tod auf Malta: Akte geschlossen – trotz offener Fragen
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15:41 01.06.2018
Die als Dingli Cliffs bekannte Steilküste im Süden der Insel Malta. Quelle: dpa-Zentralbild
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Oldenburg/Malta

Knapp zwei Jahre nach dem Tod eines 17-Jährigen aus Oldenburg auf Malta hat die Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen eingestellt. „Keine der nach wie vor offenen Fragen gestattet den Verdacht, dass Mike Mansholt durch fremde Hand zu Tode gekommen ist“, heißt es zur Begründung in dem Einstellungsbescheid, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Die „Nordwest-Zeitung“ hatte zuerst berichtet.

Organ-Entnahme nicht todesursächlich

Der Bescheid geht auch auf den weiter ungeklärten Umstand ein, dass dem Leichnam von Mike Mansholt Organe fehlten. Als sein Leichnam gefunden worden sei, seien die inneren Organe offensichtlich noch vorhanden gewesen. Die Entnahme war aus Sicht der Ermittler insofern nicht todesursächlich. Die Behörde hatte gegen unbekannt wegen des Verdachts des Totschlags ermittelt.

Vater: Wo sind die Organe meines Sohnes?

Der Vater des Opfers, Alexander Mansholt, findet für die Oldenburger Ermittler nur gute Worte. „Die Staatsanwaltschaft Oldenburg hat alles nur Mögliche getan, war sehr hilfsbereit, freundlich und transparent“, sagte Mansholt am Freitag auf Anfrage. Für den Vater sind allerdings noch viele Fragen offen. „Es ist weiter unklar, wo die Organe meines Sohnes geblieben sind.“ Offen sei auch, wo der Rucksack geblieben und warum der Leichnam nicht einbalsamiert worden sei. „Ich weiß, dass ich nicht alle Antworten bekommen werde, aber ich will alle Fragen gestellt haben“, sagte Mansholt.

Die Möglichkeiten der Staatsanwaltschaft sind erschöpft

In dem Einstellungsbescheid äußerte der zuständige Staatsanwalt Mitgefühl für die Angehörigen. „Der Tod des jungen Mannes ist zweifelsohne tragisch, und ich möchte mir nicht ausmalen, was es für die Eltern bedeuten mag, womöglich nie verlässliche Antworten auf die sie bedrängenden Fragen nach den genauen Todesumständen, nach den letzten Stunden des Mike Mansholt bekommen zu können. Die Möglichkeiten der Staatsanwaltschaft Oldenburg indes sind erschöpft.“

Während Fahrrad-Tour verschwunden

Die Leiche des Jungen war am 26. Juli 2016 in einer Felsspalte der Dingli-Klippen im Süden der Insel entdeckt worden. Nach Malta war Mike gefahren, um seine Freundin zu besuchen, die dort einen Sprachkurs absolviert hatte, sie war dann abgereist, er hatte noch seine Radtour drangehängt. Während dieser Tour verschwand der Jugendliche. Als sein Leichnam in Deutschland ankam, fehlten viele Organe. In Malta gab es eine erste Obduktion. Doch das Ergebnis liegt deutschen Behörden nicht vor. Ärzte führten in Hannover eine zweite Obduktion durch. Doch die Todesursache konnte nicht bestimmt werden, denn dafür hätten die Ärzte Organe untersuchen müssen. Es fehlten aber das Gehirn, das Herz, die Lunge, die Leber, der Magen und anderes.

Von dpa/RND

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