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Der Norden Gewittersturm lässt Bäume auf Schafsherde stürzen
Nachrichten Der Norden Gewittersturm lässt Bäume auf Schafsherde stürzen
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15:30 22.06.2017
In der Gemeinde Fliegenberg wurde eine Schafherde mit 20 bis 30 Tieren unter umgestürzten Bäumen begraben. Quelle: dpa
Harburg

Ein schwerer Gewittersturm hat im Kreis Harburg nach Angaben der Feuerwehr große Verwüstung hinterlassen. Verletzte habe es aber nach bisherigem Stand nicht gegeben, sagte Feuerwehrsprecher Matthias Köhlbrandt am Donnerstag. Dächer seien abgedeckt worden, Bäume umgeknickt. In der Gemeinde Fliegenberg sei eine Schafherde mit 20 bis 30 Tieren unter umgestürzten Bäumen begraben worden, zahlreiche Tiere seien verendet. "Die Spuren sprechen ein deutliches Bild hier. Das war ein Tornado-Ereignis", sagte der Feuerwehrmann. Die Helfer seien zu 250 Einsätzen ausgerückt.

Andreas Friedrich, Tornado-Beauftragter des Deutschen Wetterdienstes, wollte hingegen nicht von einem Tornado sprechen. "Solange es keine Augenzeugenberichte gibt, gehen wir von einem Downburst aus", sagte er der HAZ. Als Downburst bezeichnen Meteorologen Fallböen, die bei Unwettern auftauchen können. Dabei fällt kalte Luft schnell zu Boden, wird in die Horizontale umgelenkt und hinterlässt mitunter Verwüstungen, die an Tornados erinnern. 

Bestätigt ist nach Angaben der DWD-Experten hingegen ein Tornado in Hamburg. Wetterbeobachter der Luftfahrtberatungszentrale hätten den typischen "Luftschlauch" um 11.37 Uhr etwa zehn Kilometer vom Flughafen entfernt gesichtet, sagte Friedrich. Es habe sich allerdings um einen schwachen und nur kurzlebigen Tornado gehandelt, der zudem nur kurz "Bodenkontakt" hatte - daher seien die Auswirkungen wohl nur gering. Die Feuerwehr Hamburg schrieb auf Twitter, man habe keine Erkenntnisse über einen Tornado.

Unwetter

Einen Übersichtsartikel über die Unwetter in Norddeutschland mit Hinweisen zu den Einschränkungen im Bahnverkehr und die Auswirkungen auf das Hurricane-Festival finden Sie hier. 

frs/dpa

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