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Der Norden So problematisch ist die Nässe für die Landwirte
Nachrichten Der Norden So problematisch ist die Nässe für die Landwirte
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00:15 03.02.2018
Milchbauer Sven Klingemann in Schneeren beklagt sich über den anhaltenden Regen. Quelle: HAZ
Neustadt

 Bis kommende Woche Montag etwa, schätzt Sven Klingemann, halten seine Güllelager noch. „Dann muss was raus“, sagt der Landwirt aus Schneeren bei Neustadt am Rübenberge. Entweder findet er dann einen Kollegen, der noch Platz hat. „Oder ich muss irgendwo eine trockene Ecke Land finden, auf die ich was aufbringen kann.“

So wie dem 34 Jahre alten Milchviehhalter aus der Region Hannover geht es derzeit vielen Landwirten in Niedersachsen. Ihre Güllelager sind voll bis zum Rand, und das hat viel mit dem Wetter des vergangenen halben Jahres zu tun. Es war viel zu nass. Die Böden würden den Naturdünger derzeit gar nicht aufnehmen. Und die schweren Maschinen versinken im aufgeweichten Boden. Da nützt es wenig, dass am Donnerstag die Sperrfrist für die Gülledüngung endet. Die Bauern dürfen dann erstmals seit Monaten wieder Gülle ausbringen.Doch es gibt kaum aufnahmefähige Flächen.

In diesem Jahr sind die Tanks besonders voll. „Seit dem vergangenen Sommer hat es ständig Niederschläge gegeben“, erklärt Jelko Djuren von der Landwirtschaftskammer. „Darum war Gülledüngung schon im Herbst nicht mehr möglich.“ Tatsächlich war es von September bis November nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes besonders nass. In Niedersachsen sind 245 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen – das ist ein Drittel mehr als im langjährigen Mittel von 182 Litern pro Quadratmeter. Auch im Dezember und Januar lag der Niederschlag deutlich über den Erwartungen. „Das zehrt an den Nerven“, sagte Gabi von der Brelie vom Landvolk.

 Nicht nur den Tierhaltern macht der viele Regen zu schaffen. Auch die Pflanzenbauer leiden an der Nässe. „Es ist eine Katastrophe“, sagt Berater Ulrich Lehrke von der Landwirtschaftskammer. „Im Herbst konnten die Landwirte oft kein Wintergetreide aussähen. Und wenn sie ihre Felder bestellt haben, faulen die Kulturen jetzt.“ Im Februar und März, wenn die Bauern Sommergetreide, Mais und Rüben anbauen wollen, entsteht das nächste Problem. Bei der derzeitigen Nässe könnten die Landwirte die Böden dafür nicht zubereiten. 

 Im Wald und auf den Obstplantagen sieht es nicht besser aus. „Die Forstwirte bekommen das Holz nicht aus den Wäldern raus“, erklärt Frank Haufe von der Landwirtschaftskammer. Die Maschinen würden im aufgeweichten Waldboden einsacken, „dass sie praktisch mit der Achse aufsetzen“. Die Obstbauern im Alten Land hätten schon längst mt dem Baumschnitt beginnen müssen. Doch sie kommen mit ihrem Maschinen nicht an die Bäume heran.

Von Karl Doeleke

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