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Wurden 23 Robben in der Ostsee ertränkt?

Greifswalder Bodden Wurden 23 Robben in der Ostsee ertränkt?

Ende 2017 wurden 23 tote Kegelrobben an der Nordküste des Greifswalder Boddens  in Mecklenburg-Vorpommern gefunden. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft Stralsund wegen des möglichen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. Starben die Tiere keines natürlichen Todes?

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Eine Kegelrobbe auf dem zugefrorenen Strelasund zwischen Stralsund und Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern). 

Quelle: Stefan Sauer

Stralsund.   Mehr als 20 tote Kegelrobben sind Ende 2017 im Greifswalder Bodden gefunden worden - nun gibt es Hinweise, dass sie eines nicht natürlichen Todes starben. Nach einer Anzeige des Deutschen Meeresmuseums in der Hansestadt Stralsund in Mecklenburg-Vorpommern ermittelt die dortige Staatsanwaltschaft , wie die „Ostsee-Zeitung“ berichtet. Die Staatsanwaltschaft gehe den Hinweisen nach, bestätigte Sprecher Martin Cloppenburg. Ermittelt werde wegen des möglichen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz und das Bundesnaturschutzgesetz.

 Das Meeresmuseum in Mecklenburg-Vorpommern erstattete dem Bericht zufolge Strafanzeige. Die Staatsanwaltschaft betonte, in alle Richtungen zu ermitteln, erklärte aber: „Es gibt Tatverdächtige im Sinne eines Anfangsverdachtes.“

 Labor-Untersuchungen hätten ergeben, dass die äußerlich unversehrten Tiere weder an Viren, Bakterien oder Giften verendet waren, sagte der Kurator für Meeressäuger, Michael Dähne. Nach der Ausschlussmethode komme nur ein akutes Herz-Kreislaufversagen in Betracht, vermutlich verursacht durch Ertrinken, sagte Dähne. Als Meeressäuger müssen die Robben zum Atmen immer wieder an die Wasseroberfläche.

Die toten Robben wurden zwischen September und Dezember wurden in einem Umkreis von etwa 5 Kilometer an der Nordküste des Greifswalder Boddens gefunden. Bei rund 100 in den vorpommerschen Boddengewässern lebenden Tieren ist das knapp ein Viertel des Bestandes.

Von dpa/ewo

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