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Der Norden War 95-Jähriger an NS-Massaker beteiligt?
Nachrichten Der Norden War 95-Jähriger an NS-Massaker beteiligt?
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18:04 07.06.2018
Die römische Göttin der Gerechtigkeit Justitia steht mit einer Waage und einem Richtschwert in den Händen auf dem Gerechtigkeitsbrunnen am Römer in Frankfurt am Main im Januar 2008. Quelle: dpa
Braunschweig

Die Braunschweiger Staatsanwaltschaft ermittelt gegen einen 95-jährigen mutmaßlichen NS-Kriegsverbrecher aus Niedersachsen. Gegen den Mann, Jahrgang 1922, liege ein Anfangsverdacht wegen der Beihilfe zum Mord vor, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft, Julia Meyer. Der heute in einem Altenheim im Harz lebende Mann soll als Mitglied der Waffen-SS an einem Massenmord an mehr als 33.700 Juden im ukrainischen Babi Jar bei Kiew im September 1941 beteiligt gewesen sein. „Der Beschuldigte ist durch das Landeskriminalamt verantwortlich vernommen worden“, sagte Meyer. Die Auswertung seiner Angaben laufe derzeit noch. Im Wesentlichen habe er aber bestritten beziehungsweise könne sich nicht erinnern, in das Massaker verstrickt gewesen zu sein.

Hinweis kam aus Jerusalem

Gleichgelagerte Fälle gebe es derzeit in Celle und Kassel, erläuterte der Leiter der Zentralstelle zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen in Ludwigsburg (Baden-Württemberg), Jens Rommel. Aufmerksam wurden die Ermittler auf die Verdächtigen durch ein Schreiben des Simon-Wiesenthal-Centers in Jerusalem. Darin war laut Rommel der Vorwurf erhoben worden, die drei seien Angehörige der Einsatzgruppe gewesen, die unter anderem für das Massaker verantwortlich sei.

Von RND/dpa

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