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Der Norden Sommerwetter bleibt im Norden durchwachsen
Nachrichten Der Norden Sommerwetter bleibt im Norden durchwachsen
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17:09 29.06.2017
 Bei einem aufziehenden Gewitter versucht sich eine Frau mit Schirm am Strand von Cuxhaven-Döse gegen den Regen zu schützen. Quelle: dpa
Hamburg/Hannover

"Eine Prognose über einen längeren Zeitraum als sieben Tage lässt sich aber eigentlich auch nicht machen", sagte Meteorologe Rüdiger Hartig vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Hamburg. Danach ist derzeit kein stabiles Hochdruckgebiet über mehrere Tage erkennbar. "Und wenn neue Tiefs aus Westen durchrauschen, haben wir alle zwei Tage wieder anderes Wetter", sagte Hartig. Von früher veröffentlichten Jahreszeitenvorhersagen ist der Wetterdienst abgerückt, weil die Trefferquote bei diesen langfristigen Aussichten einfach zu gering war. "Selbst eine Vorhersage über drei, vier Wochen ist schon schwierig genug", sagte Hartig. Der rasche Wechsel erlaube daher auch keine seriösen Aussagen zum Trend für den Sommer 2017: "Dafür ist das System zu chaotisch."

Mit jedem Tief kommen neue Kalt- und Warmfronten, danach ein Zwischenhoch, dann wieder eine weitere Front. Und das ist auch noch regional stark unterschiedlich. "Jetzt war es gerade in Mecklenburg-Vorpommern im Nordosten superschön, im Süden gab es dagegen ordentlich Gewitter", sagte Hartig. Da hilft dann auch nicht die alte Bauernregel: "Das Wetter am Siebenschläfertag noch sieben Wochen bleiben mag." Für den Wetterexperten ergibt das kein klares Bild: "Alles ist möglich."

"Das Wetter im Harz bleibt durchwachsen", sagte auch Matthias Glenck von der Wetterwarte des Deutschen Wetterdienstes (DWD) auf dem Brocken. Es werde Regen, Wind, zwischendurch aber auch mal etwas Sonne geben. Hoffnung auf dauerhaft schönes Sommerwetter könne er Urlaubern zumindest vorerst nicht machen, sagte Glenk. "Es bleibt erst einmal so, wie es jetzt ist." Einen Trost hat er allerdings: Schneien werde es selbst auf dem 1141 Meter hohen Brocken nicht.

Auch am Donnerstag zeigte sich das Wetter in Hannover von seiner wechselhaften Seite: Morgens Sonnenschein und blauer Himmel, am frühen Nachmittag dann ein Wolkenbruch mit Gewitter. Über eine Stunde gab es starken Dauerregen und in der Ferne donnerte es. Der Deutsche Wetterdienst gab von 14.30 bis 16 Uhr für Hannover eine amtliche Warnung vor starkem Gewitter aus. Die Meldung der Gefahrenstufe zwei von vier warnte vor örtlich schweren Gewittern mit Sturmböen sowie "Starkregen mit Niederschlagsmengen bis 25 l/m² pro Stunde und kleinkörnigen Hagel". 

Warnung vor Blitzschlag und entwurzelten Bäumen

Als mögliche Gefahren dieser Wetterlage wurden örtlicher Blitzschlag, die Entwurzelung von Bäumen und die Beschädigung von Dächern. Passanten sollten besonders auf herabstürzende Äste und andere Gegenstände achten. Zudem seien durch Platzregen kurzzeitige Verkehrsbehinderungen möglich. Dazu kam es auch auf der B6: Die Verkehrsmanagementzentrale warnte zwischen Messe-Nord und Kreuz Seelhorst vor Überflutungen auf der Fahrbahn und bat die Autofahrer vorsichtig zu fahren.

Erst in der vergangenen Woche gab es in Hannover ein schweres Unwetter mit zahlreichen Überflutungen im Stadtgebiet. Ein Indiz dafür, dass sich die Extremwetterlagen häufen. Doch die Warnlage des DWD entspannt sich auch in den kommenden Tagen nicht: Bereits am Donnerstagnachmittag gab es auf der Homepage eine Warnung für Freitag und Sonnabend. In dieser wird vor Dauerregen im Norden und Nordosten Deutschlands mit Niederschlag zwischen 30 und 50 Litern pro Quadratmeter gewarnt. Auch Hannover liegt in dem Warngebiet.

"Außergewöhnlich warm, reich an Sonnenschein, örtlich schwere Gewitter." So bilanzierte der DWD das Wetter im Juni. Mit einer Durchschnittstemperatur von 18 Grad Celsius war der Monat einer der wärmsten Juni-Monate seit 1881. Allerdings mussten die Niedersachsen Juni mehr Niederschläge als anderen Bundesbürger erdulden. 95 Liter Regen pro Quadratmeter hat der DWD in Niedersachsen gemessen, der Bundesdurchschnitt lag bei 83 Litern. Auch wenn es teils schwere Gewitter gab, war der Juni, nach DWD-Angaben etwas zu trocken.

Aber trocken bedeutet nicht gleich Sonnenschein. Und so ist Niedersachsen im Juni das sonnenscheinärmste Bundesland mit lediglich 210 Sonnenstunden. Zum Vergleich: Im Südosten Bayerns gab es im gleichen Zeitraum 320 Stunden Sonne.

dpa/jsp

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