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Der Norden So viel Geld sparen Sie beim Wechsel der Krankenkasse
Nachrichten Der Norden So viel Geld sparen Sie beim Wechsel der Krankenkasse
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00:15 21.03.2017
Von Stefan Winter
Die Vielfalt bei den Zusatzleistungen ist riesig: Vor dem Wechsel der Krankenkasse sollten Versicherte darum genau hinsehen. Quelle: dpa/M

Wie viel kann man bei einem Wechsel sparen?

Das hängt vom Einkommen ab, einige Hundert Euro pro Jahr sind drin. Zwar ist der Beitrag auf 14,6 Prozent des Einkommens festgelegt - zahlbar je zur Hälfte von Arbeitgeber und Arbeitnehmer -, aber die Kassen können einen Zusatzbeitrag verlangen, den allein der Versicherte zahlt. Inzwischen machen alle Anbieter von davon Gebrauch, die Zusatzbeiträge liegen zwischen 0,3 und 1,8 Prozent. Ab einem Monatseinkommen von 4350 Euro - das ist im Moment die Beitragsbemessungsgrenze - macht das einen Unterschied von 783 Euro im Jahr zwischen den billigsten und den teuersten Kassen aus. Bei 2000 Euro Monatseinkommen sind es 360 Euro im Jahr. Allerdings macht das Finanzamt die Rechnung kompliziert: Weil die Kassenbeiträge von der Steuer abgesetzt werden, schlägt die Ersparnis netto nur zum Teil durch.

Kann ich in jede Kasse eintreten?

Die Landschaft ist unübersichtlich. Trotz vieler Fusionen gibt es immer noch mehr als 100 gesetzliche Kassen in Deutschland, die zum Teil aber nur in ihrem jeweiligen Bundesland aktiv sind. Um Mitglied zu werden, müssen Versicherte in dem Bundesland wohnen oder arbeiten, in dem die Kasse geöffnet ist.

Was müssen alle Kassen anbieten?

Rund 95 Prozent der Leistungen gesetzlicher Krankenkassen sind im Sozialgesetzbuch festgelegt. Dazu gehören die ärztliche Behandlung bei freier Arztwahl, die ambulante und stationäre Behandlung im Krankenhaus sowie Medikamente. Man muss also bei keiner Kasse Lücken in der Grundversorgung befürchten.

Welche Zusatzleistungen gibt es?

Die Vielfalt ist riesig, und jedes Jahr ändern sich die Kataloge ein wenig. Einen Überblick gibt die Stiftung Warentest mit einer Datenbank im Internet (www.test.de). Wer also auf spezielle Leistungen besonderen Wert legt, sollte die Angebote gezielt danach durchforsten. Die Warentester teilen das Angebot in die vier Gruppen Familie mit Kindern, Senioren und chronisch Kranke, gesunder Lebensstil und „Jung, gesund, wenig Geld und wenig Zeit“. Für Familien etwa können Haushaltshilfen bei schweren Erkrankungen wichtig sein. Senioren und chronisch Kranke brauchen Ansprechpartner in der Nähe, möglicherweise Beratung zu Hause. Wer auf gesunden Lebensstil achtet, bevorzugt oft auch alternative Heilmethoden, Homöopathie oder Osteopathie. Manche Kassen übernehmen hier die Kosten oder zahlen Zuschüsse. Junge Leute mit wenig Geld achten mehr auf den Beitragssatz, brauchen aber vielleicht zusätzliche Reiseimpfungen.

Welchen Service brauche ich?

Den direkten Kontakt zur Kasse hat man selten - aber wenn, ist es meist wichtig. Wer Wert auf persönliche Ansprechpartner legt, sollte sehr genau hinsehen, denn auch große Kassen haben ihre Geschäftsstellennetze ausgedünnt. Die Regel ist die telefonische Betreuung über Callcenter, zunehmend gibt es auch Online-Chats. Viele besonders günstige Anbieter sind kleine, regional verwurzelte Kassen.

Kann eine Krankenkasse auch pleitegehen?

Seit 2010 ist eine Insolvenz von Krankenkassen möglich. Sie werden aber von einer Aufsichtsbehörde überwacht, die im Notfall eine Sanierung organisieren soll. Geht eine Kasse tatsächlich pleite, müssen sich aber weder Patienten noch Ärzte Sorgen um ihr Geld machen: Im schlimmsten Fall müssen sich die anderen Kassen an den Kosten beteiligen. Die Versicherten müssen sich allerdings schnell eine neue Kasse suchen.

Wie läuft der Wechsel ab?

Die Kündigungsfrist beträgt zwei Monate zum Monatsende, so lange bleibt man Mitglied der bisherigen Kasse. Für eine normale Kündigung muss man mindestens 18 Monate lang Mitglied gewesen sein. Schon früher ist der Ausstieg möglich, wenn der Zusatzbeitrag erhöht oder erstmals erhoben wird. Die Kasse stellt dann eine Kündigungsbestätigung aus, die mit dem Aufnahmeantrag bei der neuen Kasse abgegeben wird. Dort gibt es eine Mitgliedsbescheinigung, die beim Arbeitgeber eingereicht wird.

Kommt man aus der Privatversicherung zurück in die gesetzliche?

Das ist vor allem im höheren Alter nicht so einfach. Eine Chance für Angestellte gibt es, wenn das Einkommen unter die Versicherungspflichtgrenze fällt, die im Moment bei 57 600 Euro pro Jahr liegt.

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