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Der Norden So teuer sind die Fußball-Einsätze der Polizei
Nachrichten Der Norden So teuer sind die Fußball-Einsätze der Polizei
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10:51 28.06.2017
Beim Bundesliga-Relegationsspiel verhindert die Polizei, dass Anhänger von Eintracht Braunschweig den Fanblock des VfL Wolfsburg stürmen. Quelle: Julian Stratenschulte/dpa
Hannover

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Niedersachsen zieht nach der abgelaufenen Fußball-Saison eine verheerende Bilanz über die Gewalt und die Kosten bei Spieltagseinsätzen. "Die Beamten müssen mittlerweile ein unfassbares Maß an Gewalt ertragen", sagte Dietmar Schilff, Chef der niedersächsischen Gewerkschaft der Polizei, der "Nordwest-Zeitung". Die Einsatzkräfte dürften aber nicht zu Prügelknaben der Fans werden. Im Gespräch mit dem Blatt forderte Schilff die Vereine und Spieler zum Handeln auf. Es könne nicht sein, dass sich die Profis dort abfeiern lassen, wo oft die übelsten Fans stehen.

Für das Geld, das die Einsätze bei 318 Spielen von der ersten Bundesliga bis zur Regionalliga Nord kosten, sieht Schilff eine bessere Verwendung. Für die rund 12 Millionen Euro oder 216 000 Personalstunden könne man ungefähr 132 reguläre Stellen bei der Polizei finanzieren. Allein die Absicherung der Derbys zwischen Hannover 96 und Eintracht Braunschweig kosteten 2,5 Millionen Euro oder 45 000 Personalstunden.

Eine Besserung verspricht sich die Gewerkschaft anscheinend auch nicht durch den von Innenminister Boris Pistorius (SPD) am 10. August anberaumten Fußball-Gipfel. Die harte Fan-Szene zögere, aber ohne die Gruppierungen helfe ein Gipfel nichts, so Schilff.

dpa/lni

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