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Der Norden So schön leuchtet der Celler Bahnhof
Nachrichten Der Norden So schön leuchtet der Celler Bahnhof
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10:55 07.01.2018
Lichtkästen des Künstlers Albert Hien leuchten in der Unterführung zu den Bahnsteigen im Celler Bahnhof. Quelle: dpa
Celle

 Wer am Bahnhof Celle abfährt oder aussteigt, kommt automatisch in den Genuss internationaler Lichtkunstwerke. Im Zuge der Renovierung der Station hat der Kunstsammler Robert Simon das Gebäude zum, wie er sagt, ersten deutschen Lichtkunstbahnhof ausgebaut. „Mit nahezu 10 000 Reisenden und Besuchern am Tag erreicht die im Celler Bahnhof gezeigte Kunst fast so viele Besucher wie die Mona Lisa im Louvre“, sagt der 71 Jahre alte Direktor des Kunstmuseums Celle, das Simon 1998 als erstes deutsches Lichtkunstmuseum gründete und das nachts farbig leuchtet.

Zwischen 2012 und 2017 hat Simon den Bahnhof außen und innen quasi als Außenstelle seines Museums gestaltet und dies weitestgehend selbst beziehungsweise mit Hilfe von Sponsoren finanziert. Den Anfang machte das per Bewegungsmelder aktivierte, LED-gesteuerte „Lichtspieltheater“ von Vollrad Kutscher, das die Bahnhofsunterführung in verschiedenen Farben erhellt. Anfang 2017 wurden acht Schaukästen mit Neonsystemen von Albert Hien installiert. Jüngstes Werk ist eine bunte Lichtsäule von Siegfried Kreitner. Im Bahnhof wurden laut Simon zwei Ladenlokale gemietet, so dass ein Wechsel der Werke möglich ist.

„Namenloser Bahnhof erhält Gesicht“

Partner in dem Projekt sind die Stadt Celle mit der Kunst-Stiftung Celle und die Deutsche Bahn. Jörn Tunat, Leiter des Bahnhofsmanagements Hannover sagte: „Durch diese Aktion erhält ein zuvor namenloser Bahnhof Gesicht und persönliche Note und die Stadt Celle ein Alleinstellungsmerkmal mit überregionaler Wirkung.“

Simon geht es darum, möglichst viele Menschen zu erreichen und für Kunst zu begeistern. In den 1980er Jahren holte er - damals als Galerist - Skulpturen nach Hannover und gab damit den Anstoß für die heute noch bestehende Skulpturenmeile zwischen dem Landtag und dem Königsworther Platz. „Licht gehört keinem und allen zugleich“, sagte Simon. „Lichtkunst wirkt dort, wo sie gesehen und unmittelbar erlebt wird.“

Von Christina Sticht

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