Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Der Norden Schüler haben drei Tage weniger Ferien
Nachrichten Der Norden Schüler haben drei Tage weniger Ferien
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:22 08.11.2017
Komplizierte Berechnungen: In dem Schuljahr fallen besonders viele Feiertage auf Werktage in den Ferien.  Quelle: Daniel Karmann/dpa
Anzeige
Hannover

Die Berechnung von Ferientagen ist eine komplexe Angelegenheit. Grundlage ist das „Hamburger Abkommen“ von 1964, das seither mehrfach erneuert und verändert wurde. Es sieht vor, dass alle Schüler im Jahr 75 Ferientage haben sollten. Weil aber irgendwann der Unterricht am Sonnabend abgeschafft wurde, reduzierte sich die Zahl der Ferientage anteilig auf 63 Tage - da in den Ferien die Sonnabende nicht mehr als Ferientage gezählt werden mussten, sondern automatisch frei waren.

Die 63 Tage können nicht beliebig verteilt werden. Die Lage der Sommerferien ist zwischen den Ländern koordiniert. Die anderen Ferientage sollen wiederum so gelegt werden, dass die Abstände möglichst gleichmäßig sind, um genug Zeit für Klausuren und Projekte zu haben.

Die Schwankungen kommen ins Spiel, weil Feiertage nicht als Ferientage gezählt werden dürfen. So bekommen Niedersachsens Schülerinnen und Schüler in diesem und im nächsten Jahr nur neun Tage Herbstferien, weil der 3. Oktober in diesen zwei Wochen liegt. 2019 können sie den Feiertag genießen und bekommen danach noch volle zwei Wochen Ferien.

Es gibt nur einen Brückentag

Und im Schuljahr 2018/2019 liegen die Feiertage besonders oft auf Werktagen in den Ferien. Dadurch gibt es auch nur einen Brückentag, nämlich den Freitag nach Himmelfahrt. Und in der Summe werden die Schülerinnen und Schüler nur 60 statt der üblichen 63 Ferientage haben.

Daher greift ein Ausgleichsmechanismus. „Sollte es aus verschiedenen Gründen nicht möglich sein, die 63 Ferientage sinnvoll zu verteilen, werden die fehlenden oder überhängenden Ferientage in anderen Schuljahren ausgeglichen“, erklärte das Kultusministerium auf Anfrage. Technisch sei es nicht möglich gewesen, die drei fehlenden Feiertage bereits im nächsten Jahr auszugleichen. Daher gebe es drei Schuljahre später 66 statt der üblichen 63 Ferientage.

Niedersachsens Nachbarland Schleswig-Holstein löst das Feiertagsproblem auf andere Weise: Damit die Schüler nicht zu kurz kommen, schlägt das Land eine ganze Woche Herbstferien zusätzlich drauf, sodass sie vom 1. bis zum 19. Oktober frei haben. Hätte Niedersachsen sich dem Beispiel anschließen können, wären es im Schuljahr 2018/2019 insgesamt 64 Ferientage gewesen - und der eine Tag zu viel hätte dann ebenfalls in einem späteren Jahr ausgeglichen werden müssen.

Von Julia Polley und Heiko Randermann

Nach den tödlichen Schüssen in einem Supermarkt in Bremen hat sich der mutmaßliche Täter der Polizei gestellt. Der 30 Jahre alte Mann sei am Sonntagnachmittag mit seinem Anwalt auf einem Polizeirevier in der Innenstadt erschienen, teilten die Beamten am Abend mit.

05.11.2017

Vor dem Bau der Leuphana-Uni wurde um Naturschutz gerungen – ein halbes Jahr nach der Eröffnungsfeier des Prestigebausnoch gibt es noch immer keinen Ersatzplatz für Vögel. Jetzt melden sich die Naturschützer wieder zu Wort.

08.11.2017

Ein aufmerksamer Lokführer hat in der Nacht zum Sonnabend einem alkoholisierten 20-Jährigen das Leben gerettet. Letzterer hatte sich offenbar ins Gleis des Bahnhofs in Stade gelegt und war dort eingeschlafen. Der Lokführer stoppte seinen Zug – gerade mal 5 Meter vor dem Betrunkenen.

05.11.2017
Anzeige