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Der Norden Tierschützer stören Wolfsjagd
Nachrichten Der Norden Tierschützer stören Wolfsjagd
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17:50 08.03.2019
In Niedersachsen gibt es immer mehr Wölfe. Das führt zu heftigem Streit. Quelle: Swen Pförtner/dpa
Hannover

Tierschützer wollen offenbar die Jagd nach dem Rodewalder Leitwolf behindern. Nach Angaben des Umweltministeriums versuchen sie auch, die Identitäten von mutmaßlichen Wolfsjägern öffentlich zu machen. „Dazu laufen Leute herum und fotografieren alles mögliche“, sagte eine Ministeriumssprecherin. Dabei würden Bilder von Personen gemacht, die nach den Spekulationen der Wolfsschützer das Tier erschießen sollen. Diese Aufnahmen landeten anschließend in sozialen Netzwerken. Die Aktionen dienten vor allem dazu, viel Bewegung in den Wald zu bringen, um so den Wolf zu vertreiben und den Abschuss zu unterbinden.

Umweltminister Olaf Lies kritisierte die Störungen scharf: „Es gibt Leute, die laufen mit Kameras durch den Wald, fotografieren und stellen das gnadenlos ins Internet“, sagte der SPD-Politiker der „Nordwest-Zeitung“. Es sei ein Unding, wenn Institutionen in der Ausübung ihres rechtsstaatlichen Handelns und die Ausführenden vor Ort so angegangen würden, sagte Lies.

Wolfsschützer hatten vergeblich versucht, die Genehmigung zum Abschuss des Rodewalder Leitwolfes gerichtlich zu stoppen. Sie ist kürzlich bis zum 31. März verlängert worden. „Ich bin zuversichtlich, dass wir ihn bis zum Ende der Frist haben“, sagte Lies.

Der zum Abschuss freigegebene Wolf soll mehr als 40 Nutztiere gerissen haben, darunter auch Rinder und Ponys. Allerdings waren die meisten Weiden nicht mit wolfssicheren Zäunen gesichert.

Von Lisa Neugebauer