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Der Norden Rauchmelder fehlt: Frau stirbt nach Feuer in Obdachlosenunterkunft
Nachrichten Der Norden Rauchmelder fehlt: Frau stirbt nach Feuer in Obdachlosenunterkunft
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18:57 09.10.2018
Die Stadt hatte in der Unterkunft keine Rauchmelder installiert. Quelle: Martin Gerten/dpa
Göttingen

Ein Brand in einem Mehrfamilienhaus in Hann. Münden (Kreis Göttingen) hat strafrechtliche Folgen für die Stadtverwaltung. Die Staatsanwaltschaft Göttingen ermittelt gegen drei städtische Mitarbeiter wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung, teilte ein Sprecher der Behörde mit. Bei dem Feuer im März 2017 waren in dem als Obdachlosenunterkunft genutzten Gebäude zwei 38 und 76 Jahre alte Frauen schwer verletzt worden. Die 38-Jährige erlag später ihren Verletzungen. Nach dem Feuer war bekannt geworden, dass in dem städtischen Gebäude keine Rauchmelder installiert waren, obwohl dies seit dem 1. Januar 2016 gesetzlich vorgeschrieben ist.

Das Feuer war damals um kurz vor Mitternacht in einer Wohnung in der ersten Etage ausgebrochen. Ursache war nach Angaben der Staatsanwaltschaft eine brennende Kerze in einem Schlafraum. Hann. Mündens Bürgermeister Harald Wegener räumte später ein, dass die Stadt es versäumt hatte, in dem Gebäude die vorgeschriebenen Rauchmelder einzubauen.

Gutachten ist eindeutig

Um zu klären, ob der Einbau von Rauchmeldern den Tod der 38-Jährigen verhindert hätte, gab die Staatsanwaltschaft ein Sachverständigengutachten in Auftrag. Das Ergebnis liege seit Ende September vor, sagte Behördensprecher Frank-Michael Laue. Das Gutachten komme zu dem Ergebnis, dass der Tod der Frau mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit hätte vermieden werden können, wenn die Rauchmelder ordnungsgemäß installiert worden wären. Jetzt gehe es bei den weiteren Ermittlungen um die Frage, wer in der Stadtverwaltung für dieses Versäumnis verantwortlich sei.

Nach Angaben der Stadtverwaltung ist das betroffene Gebäude inzwischen stillgelegt worden. Von den ursprünglich drei Gebäuden des Wohnkomplexes werde nur noch eines genutzt. Alle Räume seien mit Rauchmeldern ausgestattet.

Von Heidi Niemann

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