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Der Norden Polizisten geben nur wenige Schüsse ab
Nachrichten Der Norden Polizisten geben nur wenige Schüsse ab
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10:22 22.07.2018
Nur selten haben Polizisten bei ihren Einsätzen im vergangenen Jahr in Niedersachsen zur Waffe gegriffen. Quelle: dpa (Symbolbild)
Hannover/Bremen

Nur selten haben Polizisten bei ihren Einsätzen im vergangenen Jahr in Niedersachsen zur Waffe gegriffen. Zwei Mal schossen die Beamten auf Menschen, verletzt oder getötet wurde dabei niemand, wie das Innenministerium mitteilte. 2016 war in Niedersachsen fünf Mal auf Menschen gefeuert worden. Sehr zurückhaltend gingen die Polizisten in Bremen mit ihrer Munition um: Kein Mal wurde auf Menschen geschossen, 2016 ein Mal. Auch Warnschüsse gaben die Beamten im vergangenen Jahr selten ab, drei in Niedersachsen und keinen in Bremen. Außerdem feuerten niedersächsische Polizisten elf Signalschüsse ab, um Kollegen bei einer Verfolgung von Kriminellen den Weg zu weisen. Einen unzulässigen Griff zur Waffe gab es in beiden Bundesländern 2015 und 2017 demnach nicht.

Die beiden Fälle, in denen in Niedersachsen auf Menschen geschossen wurden, hatten mit Verkehrskontrollen zu tun und spielten sich im Bereich der Polizeidirektion Lüneburg ab. In einem Fall wollten Polizisten in der Nähe von Stade ein Auto zur Kontrolle anhalten. Der Fahrer lieferte sich jedoch eine Verfolgungsjagd mit den Beamten. Als er schließlich wendete und auf einen neben einem Streifenwagen stehenden Polizisten zuraste, schoss der Beamte auf das Vorderrad des Wagens, um diesen zu stoppen. Die beiden Insassen überlebten unverletzt und wurden vorläufig festgenommen. Im zweiten Fall beendete ein Schuss in den Hinterreifen die Fahrt eines unbeleuchteten Geländewagens, dessen Fahrer in der Nähe von Lüneburg auf der Flucht vor der Polizei auf einen Waldweg gefahren war, wo er plötzlich den Rückwärtsgang einlegte und so die Beamten gefährdete.

Unbeabsichtigte Schüsse lösten sich in Niedersachsen im vergangenen Jahr zehn Mal aus den Dienstwaffen. In den meisten Fällen geschah dies auf Polizeigelände. Anders jedoch am 11. Dezember in der Nähe des Weihnachtsmarktes in Hannover: Zum Schutz vor Anschlägen hatte die Polizei hier an zwölf Kontrollpunkten Beamte mit Maschinenpistolen postiert. Am Nachmittag löste sich in der Nähe der Knochenhauerstraße versehentlich ein Schuss, als die Waffe von einem Polizisten an den anderen übergeben wurde. Das Projektil schlug auf den Boden ein, verletzt wurde niemand. Untersuchungen der Polizei ergaben, dass vermutlich ein Bedienungsfehler die Ursache war.

Häufig nutzen Polizeibeamte ihre Waffen allerdings, um kranke oder verletzte Tiere von ihrem Leiden zu erlösen: 1734 solcher Schüsse wurden im vergangenen Jahr in Niedersachsen abgegeben, in Bremen sechs. 2016 gab es 1746 beziehungsweise acht Schüsse auf Tiere.

In Zusammenhang mit Menschen dürfen Polizisten ihre Waffen nur in Extremsituationen einsetzen. Gründe sind meist Notwehr oder der Schutz eines Bedrohten. Beamte lernen in der Ausbildung, schwierige Situationen mit möglichst geringer Gewaltanwendung zu bestehen. Ihnen stehen auch Schlagstöcke oder Pfefferspray zur Verfügung. In manchen Fällen bleibt den Beamten aber nichts anderes übrig, als die Pistole einzusetzen. Etwa, wenn sie selbst unter Feuer geraten oder mit einem Messer angegriffen werden.

Von epd

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