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Der Norden Polizist schießt, um Frau aus Psychiatrie zu retten 
Nachrichten Der Norden Polizist schießt, um Frau aus Psychiatrie zu retten 
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00:17 28.01.2018
Nächtliche Rettungsaktion durchs Fenster: Auf der geschlossenen Station lassen sich nur die seitlichen, schmalen Fensterflügel öffnen. Quelle: Geoffrey May
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Hildesheim

  Mit drei Schüssen hat ein Polizeibeamter versucht, eine Patientin aus einem verqualmten Zimmer im Ameos-Klinikum zu retten: Mit seiner Dienstwaffe feuerte der Mann durch das Fenster der geschlossenen Abteilung. Doch die Scheibe ging nicht zu Bruch – sie besteht aus Sicherheitsglas. Erst die Feuerwehr konnte die 51-jährige Frau aus dem bereits völlig verrauchten Zimmer befreien – mit einem Vorschlaghammer. Das hat Polizeisprecherin Kristin Schuster am Donnerstag bestätigt.

Wie berichtet, war am Mittwochabend gegen 19.30 Uhr ein Feuer in einem Stations-Bungalow des psychiatrischen Krankenhauses ausgebrochen. Die Polizeibeamten waren als erste am Einsatzort. Mit Nothammer und Einsatzstock versuchten sie zunächst von außen, die Scheibe im Erdgeschoss der Station 70 einzuschlagen. Dahinter hatte sich die Frau durch ein seitliches Schmalfenster bemerkbar gemacht. Als alle Maßnahmen keinen Erfolg hatten, um die Frau zu retten, hat der Beamte zur Waffe gegriffen.

„Dabei ist die Frau genau angewiesen worden, in welche Ecke des Zimmers sie sich begeben soll“, erläutert die Polizeisprecherin. Diese Absprache habe gut funktioniert. Eine Rettung durch das Klinikgebäude sei nach Auskunft der Sprecherin zu diesem Zeitpunkt nicht mehr möglich gewesen. „Feuer und Qualm haben den Zugang versperrt.“ Die Feuerwehr konnte die 51-Jährige schnell befreien. Sie musste wegen einer Rauchgasvergiftung stationär aufgenommen werden, konnte aber am Donnerstag wieder entlassen werden. Am Donnerstagnachmittag musste die Feuerwehr erneut ausrücken, das Glutnest war jedoch schnell gelöscht.

„Sicherheitsglas ist in einer geschlossenen Abteilung Vorschrift“, sagt Gerald Baehnisch, Pressesprecher im Ameos-Klinikum. Die seitliche Schmalfenster können jedoch immer geöffnet werden. Er betont, dass die Rettungskette sehr gut funktioniert habe. „Die Mitarbeiter haben besonnen und vorschriftsmäßig reagiert.“ Keine weiteren Personen sind verletzt worden.

Zur Zeit forschen die Brandermittler der Polizei nach der Ursache des Feuers – auch, ob die Patientin den Brand möglicherweise selbst verursacht haben könnte. „Auch auf der geschlossenen Station dürfen Patienten und Besucher rauchen“, sagt der 49-jährige Sprecher. Nach ersten Erkenntnissen liegt der Brandherd vor dem Zimmer der Patientin – in einem Mini-Vorflur. „Hier sind die Zerstörungen am stärksten.“ Der Schaden liegt nach ersten Schätzungen im unteren fünfstelligen Bereich.

Von  Renate Klink

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