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Der Norden Outlet-Center Soltau will doppelt so groß werden
Nachrichten Der Norden Outlet-Center Soltau will doppelt so groß werden
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00:40 09.05.2018
2012 eröffnet: Das Outlet an der A7 in Soltau war höchst umstritten – jetzt soll es erweitert werden. Quelle: dpa
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Soltau

 Das Designer Outlet Center (DOC) Soltau im Heidekreis bemüht sich seit Jahren, seine Verkaufsfläche verdoppeln zu dürfen. Doch das für Raumordnung zuständige Landwirtschaftsministerium in Hannover hat sich stets skeptisch gezeigt. Jetzt geht der Streit in eine neue Runde. „Wir haben einen Ablehnungsbescheid bekommen und beim Verwaltungsgericht Lüneburg Klage dagegen eingereicht“, sagte Eigentümerin Sylvie Mutschler der HAZ. Sie hoffe allerdings, den Konflikt noch außergerichtlich beilegen zu können.

Stadt hofft auf 1000 Jobs

Die Investorin sieht das mit 9900 Quadratmetern ihrer Darstellung nach „deutschlandweit kleinste und europaweit am strengsten regulierte“  Outlet durch die wachsende Konkurrenz in benachbarten Bundesländern bedroht. Auch Soltaus Bürgermeister Helge Röbbert (parteilos) unterstützt die Erweiterungspläne. „Es geht um insgesamt rund 1000 Arbeitsplätze“, hebt er hervor. Der Heidekreis hat sich ebenfalls für den Plan ausgesprochen.

25 Millionen Euro zusätzlich

Das 2012 eröffnete DOC an der Autobahn 7  war schon im Vorfeld höchst umstritten. Einzelhändler fürchteten, es werde Kaufkraft aus der unmittelbaren Umgebung, aber auch aus den Einkaufsstädten Lüneburg und Celle abziehen. Verschiedene Gutachten, von Land, Stadt und Landkreis in Auftrag gegeben, kamen inzwischen zu einem anderen Ergebnis: Demnach hatte das Fabrikverkaufszentrum auf die Läden ringsum so gut wie keinen negativen Einfluss. 

Auffällig war, dass viele Besucher aus großer Entfernung anreisen und zusätzliches Geld in die Region bringen. Nach den Berechnungen gaben die Kunden 2013 im Zusammenhang mit ihrem Besuch außerhalb des DOC 25,8 Millionen Euro aus. Viele besuchten etwa auch den nahen Heide-Park. „Alles was wir uns touristisch erhofft hatten, ist eingetreten“, sagt Bürgermeister Röbbert. Das DOC hatte bei der Genehmigung die Vorgabe bekommen, sich am Marketing für die Lüneburger Heide zu beteiligen und informiert auf dem Gelände über die touristischen Angebote.

Der Bescheid aus dem Landwirtschaftsministerium, der der HAZ vorliegt, verweist dagegen auf den Landesraumordnungsplan, in dem die ursprünglichen Bedenken und die Beschränkung des DOC festgeschrieben sind. Es werde „kein Anlass“ gesehen, daran etwas zu ändern und: „Die angestrebte Verdopplung der Verkaufsfläche würde die alten Konflikte wieder aufleben lassen.“ Die wirtschaftlichen Interessen der Betreiber müssten dahinter zurückstehen.  Eine Genehmigung würde laut Begründung des Ministeriums zudem anderswo „das Begehren nach weiteren Sonder-Standorten für großflächigen Einzelhandel auf der grünen Wiese wecken“.

Wie Mutschler berichtet, sind auf dem Gelände in Soltau alle Ladenflächen vermietet, es gebe etliche weitere Interessenten. Sie fürchtet, Mieter und Kunden könnten, falls nicht erweitert werde, zu größeren Outlets abwandern. Das DOC könnte dann in seinem Bestand gefährdet sein: „Es gibt Kunden, die sagen, sie würden öfter kommen, wenn das Outlet größer wäre.“Das Verkaufszentrum weiter nördlich an der Autobahn 7 bei Neumünster etwa sei doppelt so groß.

Ein Besuch von Bernd Althusmann (CDU) vor wenigen Tagen in Soltau hat bei der Unternehmerin Hoffnung geweckt. Niedersachsens Wirtschaftsminister nahm gemeinsam mit Vertretern von Stadt, Kreis sowie Industrie- und Handelskammer an einem Informationsgespräch teil – „mit offenem Ausgang“, wie Mutschler betont. 

Von Gabriele Schulte

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