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Der Norden Otterfreundliche Reusen haben sich am Steinhuder Meer bewährt
Nachrichten Der Norden Otterfreundliche Reusen haben sich am Steinhuder Meer bewährt
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07:57 27.10.2018
Ein Fischer setzt auf dem Steinhuder Meer eine Reuse ein (Archivbild). Quelle: dpa
Steinhude

Die gemeinsam von Fischern und Tierschützern entwickelten Reusen mit Fluchtwegen für Fischotter haben sich am Steinhuder Meer bewährt. „In Seen und Teichen funktioniert es gut“, sagte Britta Habbe, Leiterin des Otterzentrums Hankensbüttel im Landkreis Gifhorn. „In Flüssen und Bächen ist wegen der Strömung noch unklar, ob die Reusen auch dort ähnlich gut funktionieren.“ Für die Fischer seien die Reusen mit Mehraufwänden verbunden, sagte Habbe. Die Wildbiologin arbeitet für die an dem Projekt beteiligte Aktion Fischotterschutz. „Das Umarbeiten der Reusen und die Kontrolle kosten Zeit und Geld, berichten uns die Vertreter der Fischer.“

Ein Fischotter schwimmt in seinem Gehege durch einen Teich. Quelle: dpa

„Gerade im Gezeitenstrom etwa der Elbe ist die Methode noch gar nicht erprobt“, sagte Volkmar Hinz, Fischereiexperte der Landwirtschaftskammer Niedersachsen. „Bei den anstehenden Neufassungen der Naturschutzverordnungen sollte man sie noch nicht vorschreiben, wir müssen erst die Funktionsfähigkeit in Fließgewässern systematisch prüfen.“ Für Seen wie dem Steinhuder Meer seien die Reusen aber eindeutig geeignet, bestätigte Hinz.

Weil die tauchenden Marder sich aus den herkömmlichen festen Reusen kaum befreien und so ertrinken konnten, durften diese am Steinhuder Meer nicht mehr verwendet werden. Viele Fischer befürchteten das Ende ihrer Existenz. So waren Fischer und Tierschützer gemeinsam ans Werk gegangen. Vorausgegangen war ein jahrelanger Streit, der auch gerichtlich ausgetragen wurde.

Fischotter immer noch gefährdete Säugetierart

Das Ergebnis waren Otterausstiege, die per Gummiband oder Federzug für die Marder zu öffnen sind, Fische aber zurückhalten sollen. Beteiligt waren neben der Aktion Fischotterschutz auch das Institut für Binnenfischerei Potsdam-Sacrow, der Verband der Binnenfischer und Teichwirte in Schleswig-Holstein, die Tierärztliche Hochschule Hannover und der Fachbereich Fischerei der Landwirtschaftskammer Niedersachsen.

Der Fischotter gehört immer noch zu den gefährdeten Säugetierarten, auch wenn die Marder hierzulande auf dem Vormarsch sind. Ein ausgewachsener Otter kann 14 Kilogramm wiegen und von der Nase bis zur Schwanzspitze gut 120 Zentimeter messen. Der Fischotter ernährt sich vor allem von Tieren, die am oder im Wasser leben. Dazu gehören vor allem Fische, aber auch Krebse, kleine Säugetiere und Vögel. Auf einem Quadratzentimeter Haut haben Fischotter bis zu 70 000 Haare. Das schützt sie vor Kälte, hat die exzellenten Schwimmer aber lange zum Ziel von Pelzjägern gemacht.

Von RND/dpa

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