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Der Norden Üstra öffnet U-Bahnstationen für Obdachlose
Nachrichten Der Norden Üstra öffnet U-Bahnstationen für Obdachlose
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18:01 28.02.2018
Die Üstra öffnet die Station Kröpcke für Obdachlose, die Schutz vor der Kälte suchen. Protec-Mitarbeiter sollen auf deren Sicherheit achten. Quelle: Tim Schaarschmidt/Archiv
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Hannover

 Die Kältewelle setzt den Obdachlosen in der Stadt zu. Viele scheuen sich, die von der Stadt angebotenen Unterkünfte aufzusuchen. Nun hat die Üstra reagiert und öffnet den Bereich unterhalb der Treppe der U-Bahnstation Kröpcke für Wohnungslose, damit diese dort die Nacht verbringen können. „Unsere Stationen können für Obdachlose eine letzte Rückzugsmöglichkeit sein, die ohne Formalitäten, Sprachkenntnisse oder zeitliche Beschränkungen zugänglich ist“, sagt der Üstra-Chef Volkhardt Klöppner. „Wir wollen helfen.“

Auch in anderen unterirdischen Stationen werden die derzeit Obdachlosen geduldet, teilt die Üstra mit. Am Kröpcke achtet der eigene Sicherheitsdienst Protec bei seinen Streifgängen darauf, dass es zu keinen Übergriffen auf die Wohnungslosen kommt. Mit der Schaffung der Übernachtungsmöglichkeit wolle das Unternehmen einen weiteren Baustein im Rahmen der gesamten Hilfsangebote für Obdachlose in Hannover beisteuern. Darüber hinaus will die Üstra nach eigenen Angaben mit allen sozialen Einrichtungen der Stadt weitere Maßnahmen entwickeln.

Hannover 96 hat am Dienstag in der Stadt heiße Getränke und Suppen an Bedürftige und insbesondere Wohnungslose ausgegeben. Darüber hinaus verteilten die Mitarbeiter Wolldecken, Kleidung und weitere wärmende Utensilien sowie fetthaltige Cremes. Die Marktkirchengemeinde spendet 15 000 Euro für die medizinische Versorgung der Wohnungslosen im Kontaktladen Mecki unter der Raschplatzhochbrücke. Das Projekt, das vom Diakonischen Werk betrieben wird, betreut neben Obdachlosen auch Menschen ohne Krankenversicherung.

Angelo Alter, sozialpolitischer Sprecher der SPD-Ratsfraktion, hatte jüngst das Diakonische Werk der evangelischen Kirche kritisiert, weil es unter anderem den Bau von mehr Sozialwohnungen verlangt hatte. Das würde das Problem für die Obdachlosen nicht lösen. Als „Ablenkungsmanöver“ bezeichnet dagegen Jens Seidel, Fraktionschef der CDU-Ratsfraktion, die Äußerungen Alters. „Es ist Aufgabe der Stadt, etwas für die Obdachlosen zu tun“, sagt er. Seidel fordert, dass noch mehr der freigewordenen Flüchtlingsunterkünfte für Wohnungslose zur Verfügung gestellt werden. Das seit Mitte Februar leerstehende Heim für unbegleitete, minderjährige Flüchtlinge in Bemerode könnte speziell für obdachlose Frauen hergerichtet werden. „Aus meiner Sicht könnte es innerhalb weniger Tage bereitstehen“, sagt Seidel.

Die Fraktionsführerin der Grünen im Rat, Freya Markowis, würdigt das stadtweite Engagement, Obdachlosen angesichts der extremen Minustemperaturen schnell und unkompliziert warme Schlafplätze und Mahlzeiten bereitzustellen. „Gleichzeitig müssen wir aber auch auf die Perspektive für die Menschen schauen, dass sie eine richtige Wohnung bekommen“, sagt Markowis. In diesem Punkt stimmt sie mit SPD-Mann Alter überein, dass auch die Wohlfahrtsverbände „mehr machen könnten“. Immerhin sei die Stadt auf einem guten Weg, ungenutzte Flüchtlingsunterkünfte für Obdachlose bereitzustellen. „Aber man kann immer besser werden“, sagt Markowis.

 

Von sbü/pah

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