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Der Norden Freibäder kontrollieren Fotografierverbot
Nachrichten Der Norden Freibäder kontrollieren Fotografierverbot
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08:28 12.06.2017
Ein Warnschild "Foto-Verbot" hängt im Eingang des Freibades in Dransfeld. Quelle: Swen Pförtner/dpa
Hannover

Hier ein Selfie mit den Freunden, dort ein Foto von den ersten Schwimmzügen der Tochter: Viele Schwimmbadgäste halten ihren Badespaß gerne fotografisch fest. In Zeiten von Smartphones und sozialen Netzwerken kann öffentliches Fotografieren in Schwimmbädern aber auch zum Ärgernis werden, etwa, weil sich andere Gäste ausspioniert oder belästigt fühlen. In vielen Bädern in Niedersachsen gibt es längst Verbote, etwa in Stade, im Kreis Osnabrück oder in Hannover. Andernorts geht man gelassener damit um - in Wilhelmshaven beispielsweise ist Fotografieren im Freibad erlaubt.

Dransfeld, Kreis Göttingen

"Sobald wir irgendwo ein fotografierendes Handy sehen, sprechen wir den Gast darauf an", sagt Matthias Corde, Schwimmmeister im Erlebnisbad Dransfeld. Die meisten Besucher reagierten verständnisvoll. Die, die nicht auf Anhieb reagierten, trollten sich spätestens dann, wenn man ihnen erkläre, dass sie ihr eigenes Kind auch nicht halbnackt im Internet sehen wollen.

Haselünne, Kreis Emsland

Meistens sind es nämlich Eltern, die auf das Verbot hingewiesen werden müssen. In Haselünne hat man zwar auch Verständnis dafür, dass die Erinnerung an den Schwimmbadtag der Kleinen festgehalten werden soll. Das ändert aber für die Schwimmmeister dort nichts an dem Verbot, auf das mit Hinweisschildern aufmerksam gemacht wird.

Braunschweig

Eine mögliche Maßnahme gegen das Fotografieren sind kleine Aufkleber, die auf die Kameralinse der Besucher geklebt und beim Eintritt verteilt werden. In Braunschweig hält man davon aber nichts: "Das ist ein viel zu hoher Aufwand für die Bäder. Darüber hinaus werden solche Aufkleber von anderen Gästen häufig nicht direkt erkannt - mit dem Resultat, dass trotzdem mit zahlreichen Beschwerden zu rechnen wäre", erklärt Fabian Neubert, Marketingleiter der Bäder Braunschweig. Viele Bäder in Niedersachsen haben sich bewusst gegen die Aufkleber entschieden.

Nortrup, Kreis Osnabrück

Einen sensiblen Umgang mit dem Fotografierverbot pflegt das Freibad in Nortrup. In der Vergangenheit gab es ein bis zwei Vorfälle, bei denen Männer fremde Kinder fotografierten. "Danach haben wir natürlich noch strenger darauf geachtet, dass sich so etwas nicht wiederholt", erklärt Schwimmmeisterin Bianca Schnieders. Sollte sich die betreffende Person auch nach zwei Ermahnungen nicht an das Verbot halten, ist der Badespaß dort für den Gast beendet.

Fürstenau, Kreis Osnabrück

Obwohl das Verbot eigentlich schon seit vielen Jahren in den Bäderordnungen verankert ist, erhält die Debatte durch die Invasion der fotofähigen Handys eine neue Bedeutung, erklärt Rainer Reuter, Schwimmmeister im Freibad Fürstenau. "Mit dem Zeitalter des Smartphones haben wir eine ganz andere Problematik als früher", sagt er. Heute seien gerade die Jugendlichen ein Problem, die sich zu Gruppen zusammenrotten, um das berühmte Selfie zu schießen.

Stade

Mit Hinweisschildern wird im Schwimmbad in Stade auf das Fotografierverbot hingewiesen. Den Besuchern ist daher bewusst, dass sie ihr Smartphone oder die Kamera für die Badezeit lieber im Schwimmbadspind verstauen. "Sollte sich jemand dennoch belästigt fühlen, setzen die Schwimmmeister das Verbot durch und sprechen die Gäste an", sagt ein Sprecher des Bades.

Oldenburg

In den vier Bädern der Bäderbetriebsgesellschaft Oldenburg versucht man, das Fotografieren noch zu erhalten. Dort bekommt das Verbot einen anderen Fokus: "Bei uns ist das Fotografieren unter Wasser untersagt", sagt Betriebsleiter Timo Ukena. Ansonsten ist es dort aber in Ordnung, wenn man sich und seine Freunde oder Familie fotografisch verewigt.

Wilhelmshaven

Ein generelles Fotografierverbot gibt es im Freibad in Wilhelmshaven nicht. Dennoch hat Bademeister Wolfgang May dort alles unter Kontrolle: "Wir hatten mit dem Fotografieren noch kein Theater, deshalb müssen wir da auch noch kein strenges Verbot umsetzen." Seit 40 Jahren hat May die Aufsicht im Freibad und bisher keine großen Probleme erkennen können. "Ist das doch einmal der Fall, geh ich rüber und schau dem Betreffenden mal kurz tief in die Pupille", erklärt der Bademeister.

Inga Böddeling, dpa

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