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Der Norden Niedersachsen will Führerschein mit 16 einführen
Nachrichten Der Norden Niedersachsen will Führerschein mit 16 einführen
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19:33 22.06.2018
Unter Aufsicht Fahrpraxis sammeln: Ab 5000 Kilometern am Steuer halbiert sich Studien zufolge das Unfallrisiko für Fahranfänger. Quelle: dpa
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Hannover

In Niedersachsen dürfen wohl bald schon 16-Jährige hinter dem Lenkrad sitzen. Die SPD/CDU-Landesregierung will das Alter für begleitetes Fahren weiter absenken – um das Unfallrisiko für Fahranfänger zu verringern. Im Landtag zeichnet sich dafür eine breite Mehrheit quer durch alle Fraktionen ab. Auch Verbände wie der ADAC, der TÜV Nord und die niedersächsischen Fahrlehrer sind für einen Modellversuch.

Damit es so weit kommt, muss aber erst die europäische Führerscheinrichtlinie geändert werden, die eine festgelegte Altersgrenze von 17 Jahren vorsieht. Die Europäische Kommission hat bereits angekündigt, dass sie noch in diesem Jahr einen Modellversuch erörtern und dem Europäischen Parlament zur Entscheidung vorlegen will. Brandenburg und Schleswig-Holstein haben signalisiert, dass sie Niedersachsen unterstützen wollen.

Fahrpraxis halbiert Unfallrisiko

Hauptziel sei es, die Fahrpraxis zu erhöhen, sagte der SPD-Abgeordnete Stefan Klein bei der Parlamentsdebatte am Freitag. „Laut Studien halbiert sich das Unfallrisiko ab 5000 Fahrkilometern, deshalb ist es richtig, wenn man im begleiteten Fahren diese Fahrpraxis erhält.“ In der Fahrschule würden die Schüler durchschnittlich nur 500 bis 1000 Kilometer zurücklegen, bevor die praktische Prüfung anstehe, sagte Klein. Beim begleiteten Fahren seien es durchschnittlich 320 Kilometer im Monat.

„Mehr Erfahrung bedeutet mehr Sicherheit“, sagte die CDU-Abgeordnete Gerda Hövel. Durch die bundesweite Einführung des begleiteten Fahrens ab 17 habe sich das Unfallrisiko von Fahranfängern um rund 20 Prozent verringert. „Es sterben aber immer noch zu viele Fahranfänger.“ Nach Hövels Angaben waren unter den 400 Unfalltoten im vergangenen Jahr in Niedersachsen 50 Fahranfänger zwischen 18 bis 25 Jahren. 37 davon steuerten beim Unfall ein Kraftfahrzeug, die meisten ein Auto.

Eine weitere Herabsetzung des Fahralters könne „für noch mehr Sicherheit und Unversehrtheit junger Leute sorgen“, sagte der Grünen-Abgeordnete Detlev Schulz-Hendel. Auch der AfD-Politiker Stefan Henze sprach sich für einen Modellversuch aus. FDP-Fraktionsvize Jörg Bode verwies darauf, dass der ehemalige Verkehrsminister Walter Hirche (FDP) gegen viele Anfeindungen den Modellversuch für begleitetes Fahren mit 17 durchgesetzt habe.

Nachfrage ist bislang gering

Allerdings nutzen offenbar immer noch zu wenige Anfänger das Angebot des begleiteten Fahrens ab 17 oder fangen erst kurz vor ihrem 18. Geburtstag damit an. Der Entschließungsantrag des Landtags sieht daher vor zu prüfen, ob beispielsweise finanzielle Anreize wie Versicherungsrabatte mehr Jugendliche dazu bewegen würden, früher einen Führerschein zu machen.

Von Marco Seng

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