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Der Norden Torflager im Moor bei Schneeren steht in Flammen
Nachrichten Der Norden Torflager im Moor bei Schneeren steht in Flammen
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18:54 23.10.2018
Im Moor zwischen Schneeren und Mardorf brennt eine Torfmiete lichterloh. Quelle: Mirko Bartels
Schneeren/Mardorf

Eine Qualmwolke hängt über dem Moor zwischen Schneeren und Mardorf in Neustadt am Rübenberge, dort steht eine Torfmiete auf rund 200 Metern Länge in hellen Flammen. 60 Feuerwehrleute aus bisher fünf Ortsfeuerwehren waren im ersten Schritt im Einsatz, bauten zunächst eine Wasserversorgung mit einem mobilen Becken als Übergabestelle auf. Sechs Tanklöschfahrzeuge waren allein damit beschäftigt, das Becken im Pendelverkehr vom Hydranten aus immer wieder aufzufüllen. Gut einen Kilometer ist der Wasserentnahmepunkt vom Zwischenspeicher entfernt. Von den Becken aus verliefen die Schläuche gut 700 Meter ins Moor hinein bis zur Verteilstelle nahe am Brandherd.

Die brennende Torfmiete war etwa 200 Meter lang und gut fünf Meter hoch. Den ersten Angriff starteten die Brandbekämpfer gegen 14.30 Uhr, nachdem die Wasserversorgung sicher gestellt war. In den späten Nachmittagsstunden gingen sie den Brand schließlich von drei Seiten aus an, auch um ein Überspringen auf das umliegende Gelände zu vermeiden – der Ursprung liegt am Rand des Abbaugebiets des Torfwerks Schneeren, nicht weit entfernt liegen die Torfflächen des Neustädter ASB-Werks.

Eine zweite Versorgungsstrecke musste aufgebaut werden, um die notwendige Wassermenge zum Brandherd zu transportieren. Durch Nachalarmierungen waren am späten Nachmittag mehr als 150 Einsatzkräfte vor Ort. Schwierigkeiten machte der kräftige Wind, der das Feuer anfachte und weiter trieb. Weil die Einsatzkräfte auch von der Moorstraße aus eine Wasserversorgung aufbauten, wurde diese zeitweise gesperrt.

Insgesamt 16 Ortsfeuerwehren schickten Helfer zu dem kräftezehrenden Einsatz, bei dem weite Wege zu Fuß zu laufen sind. Darunter waren auch die Ortsfeuerwehr Poggenhagen mit ihrer Versorgungskomponente, die die Kräfte für Speisen und Getränken versorgte, die Ortsfeuerwehr Klein Heidorn mit ihren Logistikspezialisten. Nachdem die Einsatzkräfte bereits 5000 Meter Schläuche verlegt hatten, forderten sie Nachschub an: Ein spezieller Schlauchwagen aus Ronnenberg brachte weitere 2000 Meter nach.

Die Feuerwehrleute stellen sich darauf ein, dass der Brand sie auch die Nacht hindurch beschäftigen wird. Bereits in den Abendstunden rückt deshalb das Technische Hilfswerk (THW) aus Wunstorf an, um die Einsatzstelle zu beleuchten.

Dieser ist der erste größere Moorbrand im Stadtgebiet, der die Feuerwehr in diesem Jahr länger beschäftigt. Aus der Übung sind die Einsatzkräfte dennoch keineswegs: Ende September rückten insgesamt 139 Feuerwehrleute aus Neustadt, Wunstorf und Garbsen ins Emsland aus, um beim Löschen des Moorbrands bei Meppen zu helfen.

Von Mirko Bartels und Kathrin Götze

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