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Der Norden Heiner Wilmer wird neuer Bischof in Hildesheim
Nachrichten Der Norden Heiner Wilmer wird neuer Bischof in Hildesheim
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15:25 06.04.2018
Heiner Wilmer Quelle: Gemeinschaft der Herz-Jesu-Priester
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Hildesheim

  Papst Franziskus hat Heiner Wilmer zum neuen Bischof von Hildesheim ernannt. Das gaben der Vatikan und das Bistum am Freitag bekannt. Wilmer, ein Herz-Jesu-Priester aus Rom, wird Nachfolger des im vergangenen Jahr in den Ruhestand getretenen Bischofs Norbert Trelle.

Wilmer trat 1980 in die Ordensgemeinschaft der Herz-Jesu-Priester ein und studierte Theologie in Freiburg und Romanistik in Paris. Die Herz-Jesu-Priester sind eine im 19. Jahrhundert gegründete Gemeinschaft, die mit 2000 Priestern weltweit tätig ist und sich stark im Bildungsbereich sowie karitativ engagiert. Ab 1993 war Wilmer zwei Jahre Referendar am Windthorst-Gymnasium in Meppen und unterrichtete im Anschluss zwei Jahre lang Religion, Geschichte und Politik an der Liebfrauenschule in Vechta. Außerdem war er dort Schulseelsorger.

Von 1997 bis 1998 arbeitete er als Lehrer für Deutsch und Geschichte im New Yorker Stadtbezirk Bronx, ehe er ins Emsland zurückkehrte und bis 2007 als Schulleiter des Gymnasiums Leoninum in Handrup tätig war. Anschließend stand er in Bonn acht Jahre lang als Provinzial der Deutschen Ordensprovinz der Herz-Jesu-Priester vor. Seit 2015 ist er Generaloberer der Herz-Jesu-Priester in Rom.

Seinem Vorgänger Trelle war es im zurückliegenden Jahrzehnt gelungen, einen mitunter schmerzhaften Strukturwandel mit einer sinkenden Zahl von Gläubigen und Gemeinden zu bewältigen. Ein weiteres gelungenes Vorhaben seiner Amtszeit war die Sanierung des Hildesheimer Doms, die 2015 abgeschlossen wurde.

Eine schrumpfende Kirche in einer Gesellschaft mit immer mehr Distanz zur Religion zu leiten, wird auch die Hauptaufgabe des neuen Bischofs Wilmer sein. Dieser muss sich auch auf wirtschaftlich schwierigere Zeiten für das Bistum rüsten, denn wegen Kirchenaustritten und des demografischen Wandels werden die Kirchensteuereinnahmen absehbar zurückgehen. Trotz aktuell noch steigender Einnahmen hat das Bistum deshalb bereits einen Sparkurs eingeschlagen. Der Finanzdirektor riet kürzlich zu einer weiteren Anpassung der kirchlichen Strukturen und der Aufgabe nicht mehr benötigter Kirchen und Gebäude.

Auch über ein konsequentes Vorgehen bei Verdachtsfällen von sexuellem Missbrauch wird der neue Bischof wachen müssen. Auch wenn in den vergangenen Jahren keine eklatanten Fälle mehr bekannt wurden, hatte eine Studie im Auftrag des Bistums im Herbst schwere Versäumnisse in zurückliegenden Jahrzehnten beklagt. Mit der Einstellung externer Fachleute und klareren Verfahrensregeln will das Bistum so etwas künftig verhindern.

Das Bistum Hildesheim im überwiegend protestantischen Norden gehört zu den kleineren in Deutschland. Es umfasst 119 Pfarrgemeinden mit rund 611.000 Katholiken.

Von epd/lni

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