Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Der Norden Unter Prostituierten geht die Angst um
Nachrichten Der Norden Unter Prostituierten geht die Angst um
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:43 03.09.2017
Mit Plakaten bittet die Polizei die Bürger in Hamburg um Hilfe. Quelle: Daniel Bockwoldt/dpa
Anzeige
Hannover

Die Frau aus Äquatorialguinea arbeitete im Stadtteil St. Georg als Prostituierte. Am 1. August wurde sie nach Polizeiangaben zum letzten Mal gesehen, in Begleitung eines etwa 50 Jahre alten Mannes auf dem Hansaplatz.

Die Polizei geht von einem Gewaltverbrechen aus. Zur genauen Todesursache wollen die Ermittler nichts sagen. Ein Verdacht gegen einen Mann, der am 23. August festgenommen worden war, habe sich zerschlagen, sagte der Polizeisprecher. In den Wagen des Mannes soll die Frau einmal eingestiegen sein.

Am Morgen des 3. August hatten Spaziergänger ein erstes Leichenteil am Anleger Wittenbergen im westlichen Stadtteil Rissen entdeckt. Die Polizei suchte das Ufer ab und fand ein weiteres Körperteil. Es folgten weitere Funde, an ganz verschiedenen Stellen in Hamburg. Die Orte liegen zum Teil mehr als 20 Kilometer voneinander entfernt. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Täter sein Opfer nicht nur zerstückelte, sondern die sterblichen Überreste gezielt über die Gewässer der Stadt verteilte.

Ein Bootsführer in Billbrook entdeckte am 8. August einen im Wasser treibenden Oberkörper ohne Kopf. Am 12. August machte ein Spaziergänger am Billekanal wieder einen grausigen Fund: den im Wasser treibenden Kopf der Frau. Polizeitaucher wurden noch im Goldbekkanal in Winderhude und in der Billwerder Bucht fündig. Inzwischen sucht die Polizei nur noch sporadisch nach weiter fehlenden Teilen der Leiche.

Weißer Wagen gesucht

Besonders unter Prostituierten in St. Georg geht die Angst um. „Natürlich ist die Angst riesig“, sagt die Leiterin der Beratungsstelle Ragazza, Gudrun Greb. Gleichwohl würden die Frauen weiterhin auf die Straße gehen, weil sie aus ökonomischen Gründen gar keine Wahl hätten. Was die Lage verschärfe, sei die Sperrbezirksverordnung. Wer sich dort prostituiere und erwischt werde, riskiere ein Bußgeld von 200 Euro plus 40 Euro Verwaltungsgebühr. Das Anbahnungsgespräch mit einem Freier müsse daher schnell gehen, für Vorsichtsmaßnahmen - etwa eine Kollegin bitten, das Autokennzeichen zu notieren - bleibe keine Zeit.

Die Mordkommission geht davon aus, dass der Täter einen weißen Wagen fuhr. Die Ermittler hoffen auf neue Hinweise durch Strandbesucher oder Nutzer des Parkplatzes. In der Nacht zum 2. August soll dort auch ein Wohnmobil gestanden haben. Die Polizei hat die Nutzer des Fahrzeugs um Mithilfe gebeten. Trotz der Aufrufe über Medien und Plakate seien bislang aber kaum Hinweise eingegangen. Die 48-Jährige hatte nach Angaben der Polizei Kinder und wohnte eine Zeit lang in Spanien.

Mit scharfen Angriffen auf die CDU und seinen Herausforderer Bernd Althusmann hat SPD-Landesvorsitzender Stephan Weil die Landesdelegiertenkonferenz der SPD eröffnet. Er warf der CDU vor, am Wechsel der Landtagsabgeordneten Elke Twesten zur CDU mitgewirkt zu haben. Weil wurde einstimmig zum Spitzenkandidaten gewählt.

Michael B. Berger 03.09.2017

Dramatischer Unfall auf der A2 am Sonnabendnachmittag: Nachdem ein Reifen geplatzt war, ist ein Lastwagen auf der A2 durch die Mittelschutzplanke auf die Gegenfahrbahn geraten. Wie durch ein Wunder wurde niemand schwer verletzt. Die A2 war bis in den Abend noch gesperrt.

02.09.2017

Sonnenschein und beste Laune: Der traditionelle Festumzug war der Höhepunkt des 35. Tag der Niedersachsen in Wolfsburg. Zehntausende Zuschauer kamen zur Festmeile. Die Sicherheitsvorkehrungen waren in diesem Jahr besonders stark.

03.09.2017
Anzeige