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Der Norden Mutter erstochen: Oma stoppt Enkel mit Bratpfanne
Nachrichten Der Norden Mutter erstochen: Oma stoppt Enkel mit Bratpfanne
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16:57 24.01.2018
Der Angeklagte verbirgt sein Gesicht hinter einem Aktenordner, als er den Verhandlungssaal des Landgerichts in Lübeck betritt. Gegen ihn wird verhandelt, weil er im Juli 2017 in Lübeck seine Mutter getötet und seine Großmutter lebensgefährlich verletzt haben soll. Quelle: dpa
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Lübeck

  Die alte Dame im Zeugenstand erinnert sich mit Schrecken, was ihr Enkel im Juli 2017 getan hat. „Ich sah, wie er wie im Rausch auf seine Mutter einstach. Um ihn zu stoppen, habe ich ihm eine Bratpfanne auf den Kopf geschlagen“, sagte sie vor dem Lübecker Landgericht. Dort hat am Mittwoch der Prozess gegen ihren 30 Jahre alten Enkel begonnen, der sich wegen Totschlags und versuchten Totschlags verantworten muss. Ihm wird vorgeworfen, im Streit seine Mutter mit einer Geflügelschere erstochen und seine Großmutter lebensgefährlich verletzt zu haben.

Ein erster Prozess gegen den 30 Jahre alten Vater von drei Kindern war vor rund zwei Wochen wegen eines Formfehlers geplatzt. Die Ladung zum Termin war dem in Untersuchungshaft sitzenden Angeklagten wegen einer Änderung der Zuständigkeit mit einem Tag Verspätung zugestellt worden. 

Aufgeregt, aber dennoch sachlich schilderte die zierliche Rentnerin mit den kurzen grauen Haaren, was sich am späten Abend des 14. Juli in der Doppelhaushälfte im Norden Lübecks abgespielt hat. „Ich lag bereits im Bett, als ich meine Tochter schreien hörte: "Ruf die Polizei, er bringt den Vater um". Ich lief ins Erdgeschoss und sah, wie mein Enkel auf seinen Vater drauf sprang und seine Mutter mit einem Schlag in den Flur schleuderte“, sagte die heute 79-Jährige. 

 Um der Tochter und dem schwer pflegebedürftigen Schwiegersohn zu helfen, habe sie dazwischengehen wollen. „Da hat mein Enkel auch mir einen Faustschlag ins Gesicht verpasst und mir ein Auge ausgeschlagen“, sagte sie. Rund 20 mal habe der Angeklagte mit der Schere auch auf die Großmutter eingestochen, heißt es in der Anklage. „Wie ich es trotzdem geschafft habe, mit der Pfanne zuzuschlagen, weiß ich heute selbst nicht mehr“, sagte die 79-Jährige am Mittwoch. 

Der Angeklagte dagegen bestritt, seinen Vater geschlagen zu haben. „Er war aus dem Bett gefallen und ich habe ihn wieder hineingelegt“, sagte der 30-Jährige. Ansonsten habe er so gut wie keine Erinnerung an die Geschehnisse. „Da sind nur so einzelne verschwommene Bilder“, sagte er mit leiser Stimme. Er habe Drogen genommen und auch ein Medikament gegen Fieber. An einen Streit könne er sich nicht erinnern, sagte er. „Ich hatte doch ein gutes Verhältnis zu meiner Mutter.“

Die Großmutter beschreibt ihren Enkel dagegen als einen Menschen mit zwei Gesichtern. „Er war freundlich, konnte aber auch aggressiv sein, wenn er mit seiner Mutter um Geld stritt“, sagte sie vor Gericht. Der gelernte Dachdecker lebte seit Jahren von staatlicher Unterstützung, die seine Mutter für ihn verwaltete. „Er hat immer noch mehr gefordert und seine Mutter hat immer alles für ihn getan“, sagte die Großmutter.

Von dpa

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