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Der Norden Laser sollen Krähen vertreiben
Nachrichten Der Norden Laser sollen Krähen vertreiben
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00:17 08.01.2018
Die Krähen kommen einfach immer wieder. Quelle: dpa
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Jever

 Krähen sind sehr laut, aber sie mögen keinen Krach. So viel weiß man. Wie die schlauen Vögel auf bunte Lichter reagieren, ist dagegen nicht überliefert. In Jever wird man die Fragen in den kommenden Wochen vielleicht beantworten können. Im Frühjahr will die Stadtverwaltung Laserstrahler in den Bäume entlang der Wallanlagen platzieren, um die Tiere aus der Altstadt zu vertreiben.

Jedes Jahr fliegen die Krähen zu Hunderten Brutpaaren in die Stadt im Kreis Friesland ein, um in den Bäumen in der Altstadt ihre Nester bauen. Sie machen Krach und verschmutzen mit ihrem Kot Autos und Gehwege. Auch Passanten bekommen hin und wieder etwas ab. Seit 20 Jahren schon kämpfen sie in Jever gegen die Krähen – ohne sonderlichen Erfolg.  Im vergangenen Frühjahr vermeldete der NDR sogar, die Stadt gegebe sich nun im Kampf gegen die Vögel geschlagen.

Streng geschützt, aber nervig

Doch Bauamtsleiter Jörg Lorenz gibt nicht auf. Die Stadt hat beim für den Tierschutz zuständigen Landkreis eine Sondergenehmigung beantragt. Denn Krähen mögen nerven, sie sind aber streng geschützt. Der Landkreis hat die Laser zwar genehmigt, aber strenge Auflagen erteilt.

Nach Angaben von Bauamtsleiter Lorenz strahlen die Geräte eine Vielzahl von beweglichen Lichtpunkten aus, so dass die Tiere im Erfolgsfall genervt das Weite suchten. Die Lichtstärke ist allerdings eingeschränkt und auch die Höhe der Lichtpunkte in den Baumwipfeln ist vorgeschrieben. Zum Beispiel darf der Flugverkehr nicht beeinträchtigt werden.

641 Nester im Stadtgebiet

 Ob es diesmal gelingt? Zuletzt hatten sie es wieder mit Krähenklappen versucht, die Lärm machen, wenn man Holzbretter aufeinanderschlägt. Sechs Stück hingen im Stadtgebiet. Passanten konnten im Vorbeigehen an Seilen ziehen, um sie zu betätigen. Die Tiere hat das nicht sonderlich interessiert. 641 Nester haben die Vögel 2017 gebaut. Das ist nach Angaben der Stadt im Mittel der vergangenen fünf Jahre.

2016 hatten man die Nester aus den Bäumen genommen und in Bäume außerhalb der Stadtgrenzen gesetzt. Die Vögel bauten einfach neue. 2015 hängten sie bunte Bänder und anderes Zeugs als Vogelscheuchen in die Kronen. Hat nichts gebracht. Als sie 2013 die Eier aus den Nestern holten, gab es Ärger mit dem Tierschutz. Auch keine dauerhafte Lösung.

Der Jeveraner Reiner Altemöller ist skeptisch, dass die Laser die Läsung sind. Er setzt weiter auf die Krähenklappe, mit der die Vögel vor seinem Haus erfolgreich vertrieben hat. „Die kommen nicht wieder“, ist er überzeugt. Mann muss die Klappe nur zur rechten Zeit einsetzen. „Nämlich dann, wenn die Krähen ihre Nester anfangen zu bauen.“ Genau dann aber hat die Stadt den Einsatz der Klappe immer eingestellt. Obwohl das Oberverwaltungsgericht Lüneburg Ende 2015 die Krähenklappe auch in der Brutzeit erlaubt hat. „Keine Ahnung, welche Absprachen die Stadt mit den Tierschützern hat“, sagt Altemöller.  

Von Karl Doeleke

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