Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Der Norden Lebenslänglich für Schüsse auf Ex-Freundin
Nachrichten Der Norden Lebenslänglich für Schüsse auf Ex-Freundin
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:58 29.11.2017
Der Angeklagte hatte seine Ex-Freundin in seiner Wohnung in Bargteheide getötet. Quelle: Daniel Bockwoldt
Lübeck

 Er galt als besitzerergreifend und extrem eifersüchtig: Ein 36 Jahre alter Gerüstbauer ist wegen tödlicher Schüsse auf seine Ex-Freundin zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Der Angeklagte hatte seine Ex-Freundin in seine Wohnung in Bargteheide im Kreis Stormarn gelockt und dort mit drei Schüssen heimtückisch getötet, was das Landgericht Lübeck am Mittwoch als Mord wertete. Der Angeklagte war von Zeugen und einer Gutachterin als emotional instabil und extrem eifersüchtig beschrieben worden.

Die Eltern des 28 Jahre alten Opfers, die den Prozess als Nebenkläger begleitet hatten, wirkte angesichts des Urteils erleichtert. "Meine Mandanten sind sehr zufrieden mit dem Urteil. Es ist das, was sie erwartet hatten", sagte Nebenklagevertreter Frank-Eckhard Brand nach der Urteilsverkündung. Mit dem noch nicht rechtskräftigen Urteil folgte das Gericht dem Antrag von Staatsanwaltschaft und Nebenklage. Die Verteidigung hatte auf Totschlag plädiert, aber kein konkretes Strafmaß beantragt.

Nach eintägiger Flucht gefasst

Unter dem Vorwand, er sei verreist, hatte der Angeklagte die junge Frau gebeten, Lebensmittel einzukaufen und in seine Wohnung zu bringen. Sie willigte ein. Als sie am Vormittag des 12. August 2016 die Wohnungstür aufschloss, schoss der Angeklagte sofort auf sie. Anschließend flüchtete er zu Fuß, warf die Waffe in einen Teich und versteckte sich bei einem Bekannten auf einem Campingplatz. Dort nahm ihn die Polizei einen Tag später fest. 

Der Angeklagte nahm das Urteil ohne äußerliche Regung auf. Den Kopf gesenkt und den Blick auf die Tischplatte vor ihm gerichtet, hörte er die Urteilsbegründung an. Im Prozess hatte er geschwiegen, in Briefen aus dem Gefängnis aber immer wieder beteuert, wie leid ihm das Geschehene tue. Die drei Schüsse hätten sich versehentlich gelöst, der Tod der 28-Jährigen sei ein Unfall gewesen.

Opfer lag bereits am Boden

"Das ist durch die Gutachten eines Waffensachverständigen und einer Gerichtsmedizinerin widerlegt", sagte Singelmann. Nach Aussagen des Waffensachverständigen hatte eine Überprüfung ergeben, dass sich die Schüsse nicht, wie vom Angeklagten dargestellt, bei einer Rangelei gelöst haben können. Die Gerichtsmedizinerin hatte ausgesagt, zwei tödliche Schüsse hätten das Opfer getroffen, als es bereits am Boden lag. 

Der Angeklagte und sein späteres Opfer hatten sich 2011 in einer Diskothek in Bargteheide kennengelernt. Der wegen Gewalttaten vorbestrafte Gerüstbauer und die lebenslustige Tochter aus gut situierter Familie wurden ein Paar. Im März 2016 trennte sich die 28-Jährige von ihm, weil sie seine ständige Eifersucht nicht mehr aushielt. Allerdings reagierte sie immer noch auf seine Mails und SMS, und das wurde ihr zum Verhängnis. "Sie wollte den Kontakt nicht abrupt abbrechen, um ihn nicht zu reizen", hatte eine Freundin der 28-Jährigen im Prozess ausgesagt. 

Von dpa

Vor mehr als zwei Jahren wurde der frühere SS-Mann Oskar Gröning verurteilt. Seither stellt sich die Frage: Kann der 96-Jährige ins Gefängnis? Eine neue Gerichtsentscheidung sagt ja. Grönings Anwälte sehen dies jedoch anders und deuten einen Gang vor das Bundesverfassungsgericht an.

29.11.2017

In der Wandelhalle in Hamburg ist ein Teil der Decke herabgestürzt. Zwei 17-Jährige wurden verletzt. Der Bereich wurde abgesperrt. McDonald’s und Schweinske wurden zeitweise geschlossen.

29.11.2017

Die Vorbereitungen für die nächste Badesaison beginnt jetzt. Denn bis dahin müssen viele Küstenkommunen klären, ob ihre Strand-Eintrittsgebühren noch rechtmäßig sind. Ein Gericht hat entschieden, dass das nur unter strengen Auflagen möglich ist.

29.11.2017