Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Der Norden Mehr Kinder in Niedersachsen leben in Heimen
Nachrichten Der Norden Mehr Kinder in Niedersachsen leben in Heimen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:00 20.03.2018
Etwa 9500 Kinder und Jugendliche lebten Ende 2016 in Niedersachsen in Heimen oder in sonstigen betreuten Wohnformen. Quelle: Symbolbild/dpa
Anzeige
Hannover

Die Zahl der Heimkinder in Niedersachsen ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Etwa 9500 Kinder und Jugendliche lebten Ende 2016 in Heimen oder in sonstigen betreuten Wohnformen – nach Aussage des Landesamtes für Statistik (LSN) waren dies etwa 2100 Heimkinder mehr als im Jahr zuvor. 2014 lebten noch weniger als 7000 Kinder und Jugendliche in niedersächsischen Heimen.

Der Anstieg in diesem Zeitraum ist laut Statistikbehörde maßgeblich auf die unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge, die 2015 vermehrt nach Deutschland gekommen sind, zurückzuführen. Zwei Drittel der Minderjährigen und jungen Volljährigen waren männlich. Aufgrund der besonderen Situation im Jahr 2015 blieben viele Jugendliche länger in Obhut als vorgesehen. Die durchschnittliche Dauer für die Heimerziehung beträgt laut LSN 24 Monate. Von den Heimkindern haben 40 Prozent mindestens einen Elternteil ausländischer Herkunft. Dieser Wert stieg von 2015 auf 2016 um 15 Prozentpunkte an.

„Da die Anzahl der unbegleiteten ausländischen Minderjährigen, die nach Niedersachsen kommen, rückläufig ist, erwarten wir, dass auch die Zahl der Inobhutnahmen abnehmen wird“, sagte ein Sprecher des Sozialministeriums in Hannover.

Einen akuten Handlungsbedarf sieht die Arbeitsgemeinschaft der Jugendämter der Länder Niedersachsen und Bremen derzeit nicht. „Die Jugendämter setzen außerdem vermehrt frühe Hilfen und niedrigschwellige Hilfen ein, um Familien mit einem Unterstützungsbedarf frühzeitig zu erreichen“, sagte der Vorsitzende Frank Lammerding.

Allein mit den Flüchtlingszahlen lässt sich die gestiegene Anzahl der Heimkinder aber nicht erklären. Den Angaben des Statistikamtes zufolge stieg die Bedeutung der Heimerziehung in den vergangenen zehn Jahren enorm. 2016 waren demnach 92 Prozent oder mehr als 4500 junge Menschen mehr in Heimen untergebracht als noch 2007.

Von dpa

Bei einem Brand in einer Wohnung in Hankensbüttel (Kreis Gifhorn) hat die Polizei am Dienstagmorgen eine Leiche gefunden. Identität und Brandursache stehen noch nicht fest.

20.03.2018

Nun ist es entschieden: Das Segelschulschiff „Gorch Fock“ wird repariert. Die Kosten für die Runderneuerung belaufen sich auf bis zu 135 Millionen Euro. Im nächsten Jahr soll die Dreimast-Bark wieder einsatzbereit sein.

23.03.2018

Am heutigen Dienstag ist Frühlingsanfang - zumindest laut Kalender. In Niedersachsen lässt sich das Wetter davon jedoch kaum beeindrucken: Am Morgen waren die Straßen vielerorts glatt. Im Laufe des Vormittags soll sich aber die Sonne zeigen. Die Frage ist: Wird es jetzt bald endlich wärmer?

20.03.2018
Anzeige