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Der Norden Das ist mit Baby Ben vor seiner Geburt passiert
Nachrichten Der Norden Das ist mit Baby Ben vor seiner Geburt passiert
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00:36 24.03.2018
„Der Fahrer bremste und bremste“: Jessica Wertheim und ihr Sohn Ben.  Quelle: Foto: Flau
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Hildesheim

Erschöpft sieht Jessica Wertheim aus. Und glücklich, als sie ihren Sohn Ben in den Arm nimmt. „Da haben wir beide vielleicht was erlebt“, sagt sie leise zu ihrem Baby, das seelenruhig weiterschläft. Die Dramatik der vergangenen Nacht ist beiden nicht anzumerken.

Dabei sah zunächst alles nach einer Bilderbuch-Geburt aus: Als Jessica Wertheim aus Duingen (Kreis Hildesheim) am Dienstagabend merkt, dass die ersten Wehen einsetzten, will sie erst noch auf die Rückkehr ihres Mannes warten, der ihr versprochen hat, sie mit dem Auto nach Hildesheim ins Krankenhaus zu fahren. Doch dann spürt sie, dass ihr Kind es eilig hat, auf die Welt zu kommen: „Die Wehen wurden schnell stärker.“

Wertheim ruft den ASB, der holt sie mit einem Rettungswagen ab. Mit Blaulicht und Martinshorn geht es nach Hildesheim. Als unterwegs die Presswehen einsetzen, informiert der ASB das Krankenhaus schon von unterwegs über die bevorstehende Geburt. Da ist es etwa 22.45 Uhr.

Plötzlich ein lauter Knall. „Was passiert war, hab ich gar nicht richtig mitbekommen“, erzählt die junge Mutter. „Ich merkte nur, dass der Fahrer bremste und bremste. Dann wurde ich nach vorn geschleudert.“

Auf der Kreuzung Kaiserstraße/Kennedydamm in Hildesheim sieht der Fahrer eines Audi 80, der Richtung Drispenstedt fährt, offenbar nur die Ampel, die für ihn Grün zeigt. Und fährt geradeaus über die Kreuzung, wo er mit dem Rettungswagen zusammenstößt. So heftig, dass vier Personen verletzt werden, wenn auch nicht sehr schwer: der Audi-Fahrer ebenso wie Jessica Wertheim und die beiden Rettungskräfte vom ASB.

„Das war schon ein ziemlicher Schock“, erzählt die 35-Jährige. „Ich habe bloß gehofft, dass mit meinem Kind alles in Ordnung ist.“ Dann, erinnert sie sich, geht alles sehr schnell: Innerhalb weniger Minuten sind Polizei und ein zweiter Rettungswagen vom Helios Klinikum an der Unfallstelle, der sie in den Kreißsaal bringt. Dort wartet bereits ein Arzt, um die Geburt zu überwachen und eventuellen Komplikationen durch den Aufprall sofort entgegenzuwirken.

„Aber viel zu überwachen gab es da ja gar nicht“, sagt Wertheim mit einem müden Lächeln und einem liebevollen Blick auf ihr Kind. „Acht Minuten, dann war Ben schon da.“ So steht es auch auf dem kleinen Willkommenszettel über Bens Bettchen: geboren um 23.28 Uhr. „Mein Mann hat es gerade so noch in den Kreißsaal geschafft“, sagt Wertheim. Und zu Ben: „Kaum war er da, warst du auch schon da.“ Ben aber schläft.

Von Kathi Flau

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