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Der Norden Keine Rettungsgasse auf A7 – Verfahren gegen zehn Lkw-Fahrer
Nachrichten Der Norden Keine Rettungsgasse auf A7 – Verfahren gegen zehn Lkw-Fahrer
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07:31 10.10.2018
So sieht eine ideale Rettungsgasse aus (A2 bei Hannover). Quelle: Peter Steffen/dpa
Göttingen

Der schwere Unfall auf der Autobahn 7 bei Göttingen vor rund anderthalb Wochen hat ein Nachspiel. Ermittler der Autobahnpolizei Göttingen haben Verkehrsordnungswidrigkeitenverfahren gegen zehn Lastwagenfahrer eingeleitet, weil diese keine Rettungsgasse gebildet hatten.

Die alarmierte Polizei hatten massive Probleme, an die Einsatzstelle zu kommen, berichtet das „Göttinger Tageblatt“. Gleich mehrere Lastwagen hätten „verbotswidrig auf allen drei Fahrstreifen nebeneinander“ gestanden, sagte Polizeisprecherin Jasmin Kaatz. Ab der Raststätte Göttingen-Ost hätten weitere Lkw sogar noch den Standstreifen blockiert.

Die Folge: Der mit Blaulicht und Martinshorn herannahende Streifenwagen konnte den Engpass nicht passieren. Kaatz: „Durchkommen unmöglich.“ Der Fahrer des Einsatzwagens habe keine Alternative gehabt. „Er musste aussteigen, jeden einzelnen der Lkw-Fahrer ansprechen und nochmals auffordern, freie Bahn zu schaffen“, berichtet die Polizeisprecherin.

Rangieren dauert mehrere Minuten

Dieser gesamte Vorgang inklusive Rangieren habe mehrere Minuten gedauert. „Kostbare Zeit, die von den Helfern eigentlich dringend benötigt wurde“, so Kaatz. Die Situation sei von der Polizei fotografiert worden. Das ausgewertete Bildmaterial sei jetzt Grundlage der eingeleiteten Verfahren.

Für die „Nichtbildung der vorschriftsmäßigen Rettungsgasse mit hinzukommender konkreter Behinderung eines Einsatzfahrzeuges der Polizei“ sehe der Bußgeldkatalog ein Bußgeld in Höhe von 240 Euro, zwei Punkte in Flensburg und ein einmonatiges Fahrverbot vor, sagte Kaatz. „Darauf müssen sich die zehn Lkw-Fahrer nun einstellen.“

Von afu/GT/RND

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