Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Der Norden Land geht Geld für künstliche Befruchtungen aus
Nachrichten Der Norden Land geht Geld für künstliche Befruchtungen aus
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:13 30.07.2017
Von Gabriele Schulte
Interesse zu groß: 3000 Bewilligungen gibt es pro Jahr. Quelle: Rainer Jensen/dpa (Symbolbild)
Hannover

„Wir sehen keine andere Möglichkeit, als bei unserem nächsten Versuch ohne dieses Geld auszukommen“, sagte ein Betroffener der HAZ.

Seit Anfang 2013 beteiligt sich Niedersachsen an der Bundesinitiative „Hilfe und Unterstützung bei ungewollter Kinderlosigkeit“. Zum Oktober 2016 erweiterte das Land seine Förderung auf Behandlungen bei unverheirateten Paaren und auf Maßnahmen, die in benachbarten Ländern durchgeführt werden. Pro Jahr wurden jeweils nach Angaben des Ministeriums in Hannover rund 3000 Bewilligungen ausgesprochen.

„Seit 2013 haben 11.624 Paare eine Förderung in Anspruch genommen“, sagt eine Sprecherin von Sozialministerin Cornelia Rundt (SPD) – ein Teil von ihnen mehrfach. Bund und Land hätten sich je zur Hälfte an den Kosten beteiligt. In diesem Jahr seien alle bis zum 30. Juni eingehenden Anträge bearbeitet und beschieden worden.

Dann tat sich offenbar die Lücke auf, von der ein potenzieller Vater aus dem Raum Oldenburg berichtet. „Meiner Frau und mir wurde gesagt, bis auf Weiteres gibt es kein Geld.“ Auf Nachfragen beim Land und beim Bund hätten beide Seiten sich gegenseitig den Schwarzen Peter zugeschoben.

Das Problem: Der Antrag muss entschieden sein, bevor ein Versuch der künstlichen Befruchtung gemacht wird. „Leider können wir aber nicht länger warten“, sagt der 35-Jährige. Schließlich habe seine Frau, die auf natürliche Weise nicht schwanger wurde, bereits mit der Hormonbehandlung begonnen. „Wir machen das jetzt notgedrungen mit hoher Eigenbeteiligung.“ Mit rund 3500 Euro werde ein Behandlungszyklus in der Tagesklinik berechnet. Die Hälfte davon übernehme die Krankenkasse.

130.000 Euro zusätzlich

Wegen des Mehrbedarfs hat sich das Sozialministerium vergangene Woche an das Bundesfamilienministerium gewandt. „Die Zuweisung wird in Kürze erfolgen“, teilte ein Sprecher in Berlin mit. Alle haushaltsrechtlichen Fragen seien gelöst. Über die üblicherweise gewährte Summe hinaus habe der Bund Niedersachsen 130.000 Euro zusätzlich gewährt.

Betroffene Paare können sich nun Hoffnung machen, Geld für bis zu drei Versuche nachträglich erstattet zu bekommen. Sowohl Land als auch Bund betonen, dass ihnen die Unterstützung der „assistierten Reproduktion“ ein Anliegen ist. So heißt es aus Berlin: „Wir freuen uns darüber, dass die Bundesinitiative in den beteiligten Ländern so erfolgreich läuft und sich weiterhin positiv entwickelt.“ Für 2018 habe der Bund bereits Zuschüsse veranschlagt, die dem Bedarf angepasst seien.

Während sich Einsatzkräfte abmühten, um Schaden abzuwenden, standen ihnen beim Hochwasser oft Schaulustige im Weg. Oftmals mit dem Handy in der Hand. „Wir bekommen hier zusehends eine Gafferproblematik“, sagte Wolfenbüttels Bürgermeister Thomas Pink verärgert.

28.07.2017

Mit einem Gottesdienst hat der kleine Ort Münstedt bei Peine am Freitag Abschied von der in Ägypten getöteten Ingrid M. genommen. Die 65-Jährige war eins von drei Todesopfern eines Anschlags am Hotelstrand im ägyptischen Urlaubsort Hurghada.

28.07.2017

Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der A7 Richtung Hamburg ist ein Autofahrer am Freitag ums Lebens gekommen. Infolge des Unfalls wurde die A7 Richtung Hamburg zwischen Bispingen und Evendorf gesperrt. 

28.07.2017