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Der Norden Junge bekommt Post von verstorbener Oma
Nachrichten Der Norden Junge bekommt Post von verstorbener Oma
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15:11 05.01.2018
Auf seine Luftballonpost hat der siebenjährige Luis eine Antwort von seinem Schutzengel erhalten. Quelle: Christine Tinka Ruthenburg
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Quakenbrück

 „Heute hatten wir ganz besondere Post im Briefkasten“, schreibt Christine Tinka Ruthenburg auf Facebook und lädt noch ein Foto zu ihrem Posting dazu. Auf dem Bild ist eine Postkarte zu sehen, die an ihren Sohn, den siebenjährigen Luis, adressiert ist. Am Grab seiner geliebten Oma hatte der Junge aus Quakenbrück in Niedersachsen einen Luftballon mit einem Brief an die Verstorbene steigen lassen – um sich besser von ihr verabschieden zu können. Seine Wohnadresse schreibt der Junge vorsichtshalber auf den Brief und hofft auf eine Antwort.

Tatsächlich landet einige Wochen später eine Postkarte im Briefkasten von Luis und seiner Mutter Christine Tinka Ruthenburg. Es sind nur einige Zeilen, doch sie bedeuten für Luis und seine Mutter sehr viel: „Natürlich werde ich immer Dein Schutzengel sein und gut auf Dich aufpassen“, lautet die freundliche Antwort auf Luis’ Brief. Unterschrieben ist die Karte mit  „In Liebe, Deine Oma“. Eine unbekannte Absenderin hat im Namen von Luis’ geliebter Oma auf den traurigen Kinderbrief geantwortet. 

Heute hatten wir ganz besondere Post im Briefkasten ❤ Luis und ich haben vor Freude geweint 😁 Er hat auf der Beerdigung...

Gepostet von Christine Tinka Ruthenburg am Freitag, 29. Dezember 2017

„Luis und ich haben vor Freude geweint“, sagt Ruthenburg, die die Tochter der Verstorbenen ist. Darüber, dass tatsächlich eine Antwort auf die Luftballonpost kam, sei sie wahnsinnig glücklich. „Und Luis hat jetzt das Wissen, dass Oma immer bei ihm ist und auf ihn aufpasst“, sagt sie. Weil sie sich gerne bei der Absenderin bedanken würde, hat die Mutter von Luis sich entschieden, die Postkarte zu veröffentlichen und bei Facebook eine Suche zu starten. 

Der Beitrag wurde mittlerweile fast 20 000 Mal geteilt. Bislang allerdings ohne Erfolg. Die Facebook-User sind trotzdem gerührt. „Ich hoffe, dass ihr diesen emphatischen Menschen findet. Meine Oma ist auch mein Schutzengel, daran glaube ich fest“, schreibt Heike Baitzel-Lauth. „Es gibt doch Engel“, kommentiert eine zweite Frau den öffentlichen Beitrag von Ruthenburg. Auch den Tipp, ihrem Sohn erst später von dem echten Absender der Karte zu erzählen, bekommt Luis’ Mutter.. Denn so lautet der letzte Satz, den Luis von seinem Schutzengel bekommt: „Ich habe Dich sehr lieb, Luis“. 

Von Tomma Petersen

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