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Der Norden Hunderte Lehrerstellen in Niedersachsen sind noch unbesetzt
Nachrichten Der Norden Hunderte Lehrerstellen in Niedersachsen sind noch unbesetzt
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00:31 11.06.2018
Wo sind die Lehrer: gerade für den Unterricht für die Klassen 5 bis 10 gibt es zu wenig Pädagogen. Quelle: dpa
Hannover

Die Bildungsverbände in Niedersachsen sehen auch für das nächste Schuljahr einen riesigen Lehrermangel, der zu erheblichem Unterrichtsausfall führen könnte. Vor allem an Ober-, Gesamt- und Realschulen sind derzeit noch viele freie Stellen offen, auch Grundschulen haben nach wie vor Probleme, rechtzeitig für den Schuljahresbeginn im August genügend Lehrer zu finden. Massenhafte Abordnungen von Gymnasien und Gesamtschulen an andere Schulen hatten im vergangenen Jahr zu großem Unmut geführt, viele Standorte hatten erst in den Sommerferien oder nach Schuljahresbeginn erfahren, dass sie Lehrer zeitweise an andere Schulen abgeben müssen. Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) hatte im Frühjahr 2018 versprochen, dass sich dies nicht wiederholen werde.

Noch mehr Abordnungen als in diesem Schuljahr?

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) befürchtet etwas anderes: „Dieses Problem scheint sich aktuell noch zu verschärfen“, sagt Landesvorsitzende Laura Pooth. Vermutlich müssten sogar mehr Lehrer abgeordnet werden als im laufenden Schuljahr. Derzeit müssen nach Angaben des Landes rund 2700 Lehrer zeitweise an anderen Schulformen unterrichten. Das grundlegende Problem werde offenbar immer noch verkannt, meint Pooth. „Nur für die besser bezahlten Stellen gibt es überhaupt noch Bewerbungen. Andere Bundesländer bezahlen Lehrkräfte aller Schulformen schon wie am Gymnasium. So wird es immer schwerer, sie in Niedersachsen zu halten. Jetzt muss es endlich A13 für alle geben."

Auch Horst Audritz vom Philologenverband kennt Gymnasien, die ab August mehr Lehrer abordnen müssen als zuvor, obwohl noch gar nicht klar sei, wie die eigene Unterrichtsversorgung sein werde. Er verweist darauf, dass Niedersachsen zu den drei Bundesländern gehöre, die Beamten kein Weihnachtsgeld zahlten. Das sei auch ein Standortnachteil.

Minister rät zur Gelassenheit

Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) verweist auf das Einstellungsverfahren, das derzeit auf Hochtouren laufe: „Wir nehmen die kommunizierten Sorgen der Lehrerverbände sehr ernst. Einstellungen und Abordnungen sind kommunizierende Röhren: Je mehr Einstellungen, desto weniger Abordnungen.“ Von den 2000 ausgeschriebenen Stellen seien derzeit 1300 besetzt, das ändere sich quasi minütlich. Ein Besetzungsgrad von 65 Prozent sei zu diesem Zeitpunkt normal: „Weder besteht Anlass zu Sorge noch zu Euphorie.“

Von Saskia Döhner

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