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Der Norden Immobilienpreise steigen weiter stark an
Nachrichten Der Norden Immobilienpreise steigen weiter stark an
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00:15 12.05.2017
Von Michael B. Berger
Wertzuwachs von 54 Prozent in sechs Jahren: Immobilienpreise in Niedersachsen klettern ungebremst Quelle: Fotolia
Hannover

Das sind Ergebnisse des Landesgrundstücksberichts, den das Innenministerium gestern vorgestellt hat. Demnach bleibt das Eigenheim trotz steigender Preise eine gute Geldanlage, wie Innenminister Boris Pistorius betonte. Die Gefahr einer Immobilienblase, wie sie 2007 die USA erschütterte, sieht der SPD-Politiker nicht.

Am teuersten sind Einfamilienhäuser nach wie vor in Hannover - die jüngste Statistik für das vergangene Jahr beziffert den Kaufpreis für ein Eigenheim in der Landeshauptstadt auf durchschnittlich 405.000 Euro. Im Jahr zuvor hatte der Mittelwert bei 330 000 Euro gelegen. Hinter Hannover liegt die Stadt Göttingen (338.000 Euro) bei den Einfamilienhauspreisen auf dem zweiten Platz, gefolgt von Wolfsburg (310.000 Euro) und Braunschweig (299.000 Euro). Im Landkreis Hildesheim war ein Eigenheim bereits für 154.000 Euro zu bekommen, in Holzminden für 88.000 Euro.

Bereits seit einigen Jahren notieren die Immobilienexperten einen konstant steigenden Trend. In den Städten sind Immobilien seit Anfang 2010 um durchschnittlich 54 Prozent teurer geworden, das entspricht einer jährlichen Preissteigerungsrate von etwa 9 Prozent. In den ländlichen Gebieten sind die Preise im selben Zeitraum um 32 Prozent gestiegen, was einer Steigerungsrate von gut 5 Prozent pro Jahr entspricht. Denn der Wunsch, ein Haus oder eine Wohnung zu kaufen, ist ungebrochen. „Das liegt in erster Linie an dem nach wie vor günstigen Zinsniveau“, sagte Pistorius. „Menschen, denen es in Zeiten höherer Zinsen nicht möglich war, Immobilien zu erwerben, haben jetzt in das Eigenheim oder die eigene Wohnung investiert.“

Während die Zahl der Immobilienverkäufe in absoluten Zahlen stagniert, ist das Investitionsvolumen nach Angaben des Innenministeriums gestiegen. So seien im vergangenen Jahr 18,4 Milliarden Euro in den Kauf von Immobilien investiert worden, im Jahr zuvor waren es 17,4 Milliarden Euro. 108 000 Kaufverträge wurden bei den Notaren registriert.

Die größten Wertsteigerungen erfuhren Eigenheime in den vergangenen Jahren in Göttingen. Dort kletterten die Preise von 2010 bis 2016 im Durchschnitt um 9,8 Prozent jährlich. Hohen Wertzuwachs erfuhren auch Eigenheime in Wolfsburg (plus 9 Prozent jährlich), in den Städten Braunschweig (plus 7,7 Prozent) und Hannover (plus 7,2) sowie im Bremer Umland (plus 6,5).

Höchst unterschiedlich entwickelt sich weiterhin auch das Preisniveau von Bauplätzen für Eigenheime in Niedersachsen. Während Bauherren in Ballungsräumen wie Hannover im vergangenen Jahr mindestens 275 Euro pro Quadratmeter für ein Grundstück zahlen mussten, waren es in Oldenburg 250 Euro und in Lüneburg 245 Euro pro Quadratmeter. Demgegenüber kam man in Nienburg schon mit 88 Euro und in Goslar mit 74 Euro pro Quadratmeter voran. Aber selbst in diesen ländlichen Räumen sind die Preise zwischen 2015 und 2016 gestiegen.

Landesweit liegt die Steigerungsrate bei den Baulandpreisen bei 2,5 Prozent, wobei in größeren Städten wie in Oldenburg die Baupreise um jährlich 10 Prozent teurer werden. Sinkende Preise notiert der Landesgrundstücksmarktbericht für den Landkreis Hildesheim.

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