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Der Norden Grüne wollen Imam-Weiterbildung weiter fördern
Nachrichten Der Norden Grüne wollen Imam-Weiterbildung weiter fördern
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13:37 11.09.2018
Ein Schild an der Universität Osnabrück weist auf den Sitz des Zentrums für interkulturelle Islamstudien hin. Quelle: dpa
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Osnabrück

Die Grünen im Landtag machen sich für den Erhalt der Imam-Weiterbildungskurse an der Universität Osnabrück stark. Die niedersächsische Landesregierung solle das Programm dauerhaft finanzieren, heißt es in einem Antrag, den die Grünen-Fraktion in dieser Woche einbringen will. Nach aktuellem Stand soll das Projekt Ende September auslaufen. „Diese Imam-Weiterbildung ist bundesweit einmalig. Niedersachsen würde ein Pfund verlieren, mit dem wir wuchern könnten“, sagte der Grünen-Abgeordnete Belit Onay. Doch das Wissenschaftsministerium verweist auf zurückgehende Teilnehmerzahlen und will das Programm nicht verlängern.

Angebot richtet sich an Imame aus dem Ausland

Die Weiterbildung wird am Institut für Islamische Theologie angeboten. Die zweisemestrige, berufsbegleitende Fortbildung ist für islamische Geistliche aus dem Ausland gedacht, die in Gemeinden in Deutschland entsandt werden. Sie beinhaltet Aspekte wie Extremismusprävention sowie rechtliche und kulturelle Strukturen in Deutschland. In den vergangenen acht Jahren haben nach Angaben der Grünen rund 150 Imame und Seelsorgerinnen das Programm absolviert.

„Gerade für die seelsorgerische Tätigkeit ist es wichtig, dass die Imame mehr über die Gesellschaft in Deutschland wissen“, sagte Onay. Unter der früheren rot-grünen Landesregierung bekam das Projekt Mittel in Höhe von 1,4 Millionen Euro pro Jahr.

Ministerium meldet sinkende Nachfrage

Aus dem Wissenschaftsministerium heißt es dazu, das zunächst für eine Laufzeit von zwei Jahren vorgesehene Projekt sei drei Mal verlängert worden. Nun gebe es vorerst keine weitere Verlängerung. „Die Nachfrage nach dem Angebot ist nach Auskunft der Universität in jüngster Zeit rückläufig“, sagte eine Sprecherin. Das Ministerium gehe davon aus, dass die Hochschule den weiteren Bedarf für dieses Angebot prüfen werde.

Im Koalitionsvertrag hatten SPD und CDU vereinbart: „Aufbauend auf die seit 2010 bundesweit anerkannten Imam-Weiterbildungsangebote an der Universität Osnabrück soll dort eine eigenständige Imam-Ausbildung eingerichtet werden.“ Wie die Sprecherin des Wissenschaftsministeriums erläuterte, beziehe sich diese Passage aber auf die auf Dauer ausgelegten Bachelor- und Masterstudiengänge im Fach Islamische Theologie, die ebenfalls in Osnabrück angeboten werden. Ziel dieser Studiengänge ist es bislang, Theologen wissenschaftlich auszubilden. Über einen praktischen Teil, der zu einer Imam-Ausbildung nötig wäre, gibt es bislang keine Vereinbarungen mit den muslimischen Gemeinden.

Ditib fühlt sich übergangen

Der türkische Moscheeverband Ditib, der in seinen Gemeinden meist Geistliche aus der Türkei beschäftigt, sieht auch das von den Grünen gepriesene Programm zur Imam-Weiterbildung differenziert. „Vom Inhalt her war das gut. Aber man hätte sich mal mit uns zusammensetzen müssen, dann hätte man die Bedürfnisse der Imame mehr in den Vordergrund stellen können“, sagte Geschäftsführerin Emine Oğuz.

Von RND/dpa

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