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Der Norden Niedersachsen will Hochwasserschutz ausbauen
Nachrichten Der Norden Niedersachsen will Hochwasserschutz ausbauen
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00:29 28.05.2018
Hochwasser (wie hier in Soltau vor wenigen Wochen) treten immer häufiger auf. Deshalb will Umweltminister Lies wesentlich mehr Mittel für Hochwasserschutz einwerben. Quelle: Feuerwehr Soltau
Hannover

Nach dem schweren Hochwasser im vergangenen Jahr in Südniedersachsen will das Land bis zum Ende der Wahlperiode in vier Jahren 50 Millionen Euro pro Jahr für den Hochwasserschutz ausgeben. Das wäre doppelt so viel wie bisher.

Umweltminister Olaf Lies (SPD) will dafür sukzessiv mehr Bundesmittel einwerben. Lies ist optimistisch, dass man mehr Geld für die Verbesserung des Hochwasserschutzes aufbringen kann. „Die Sensibilität für diese Folgen des Klimawandels ist spürbar gewachsen. Es reicht aber nicht, nach einer Flut mit Soforthilfe zu kommen, wir müssen mehr tun, Schäden zu vermeiden“, sagte er der HAZ.

Das Jahresbudget für Hochwasserschutzmaßnahmen beträgt derzeit 23 Millionen Euro, liegt in diesem Jahr aber bei 28,4 Millionen Euro wegen eines nicht abgerufenen Überhanges aus dem Vorjahr. In diesem Jahr sollen 83 Projekte finanziert werden, unter anderem die Instandsetzung von Schöpfwerken in Nordniedersachsen oder die Verbesserung des Hochwasserschutzes in Immenrode im Kreis Goslar, sagte Umweltminister Lies am Freitag bei der Präsentation des Jahresberichts des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) im ostfriesischen Norden. „Wir wollen die Hochwasservorhersage kontinuierlich verbessern und weitere Flussgebiete in die Vorhersage aufnehmen“, sagte Lies. Das NLWKN geht davon aus, dass es künftig mehr schwere Unwetter geben wird wie im vergangenen Jahr das Tief „Alfred“, das zu den Überschwemmungen in Südniedersachsen geführt hat.

Kommunen sollten „Hochwasserpartnerschaften“ eingehen, um gemeinsame Konzepte gegen Hochwassergefahren bei Gewässern zu entwickeln. Man werde dies intensiv beraten, sagte NLWKN-Chefin Anne Rickmeyer. Derzeit gibt es in Niedersachsen vier Hochwasserpartnerschaften, an der Aller, an der Hase, an der Ilmenau sowie im Gebiet von Oker und Innerste. Lies sagte, die Hochwasserpatenschaften seien ein wichtiges Bindeglied zwischen den Kommunen und dem Land.

Von Michael B. Berger

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